Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 1. Theil (1838)
Entstehung
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Major fraterniſirte mit dem Fähndrich, der Brigadier mit dem Hauptmann, der Nationalgardiſt mit dem Schweizer, und jeder neue Toaſt, der von den Stimmführenden zu Ehren des einen oder des andern Corps ausgebracht wurde, ſtei⸗ gerte die Begeiſterung, welche der vaterländiſche Rebenſaft bereits in hohem Grade erregt hatte. Die verſuchten Krie⸗ ger, wie die noch nicht an das Feldlager gewohnten Hof⸗ truppen, vereinigten ſich zu einem Ganzen, und abwechſelnd donnerten die Muſikchöre der Garden und des Regiments Flandern kriegeriſche Märſche dazwiſchen, geſchaffen, um die Köpfe vollends über alle Schranken hinauszuführen. Das Gebrauſe der vielen Stimmen, des Gelächters, des Geſan⸗ ges, ſtieg verworren und undeutlich zu den Ohren Victors auf; die Logen ringsum waren mit Hofleuten und Anhän⸗ gern der königlichen Partei angefüllt; Zuſchauer und Gäſte ſchienen eine Freude zu theilen. Hie und da ſtanden Grup⸗ pen von Offizieren von der Tafel auf, und ſchwankten Arm in Arm, vom Geiſte des Weins überwältigt, im Saale auf und nieder; andere ſtießen lärmend die Gläſer zuſammen; andere reichten ſich über den Tiſch hinüber die Hände zum Freundſchaftsbund; wieder andere brachten den Feinden des königlichen Hauſes, der Nativnalverſammlung und den Pa⸗ riſern ein tumultuariſches Pereat. In dieſem Augenblick wurden von einigen erhitzten Gardes du Corps die Thüren des Saales weit geöffnet, und herein ſtrömten im bunten Gemiſche die Soldaten des Regiments Flandern, um ihren Theil an dem Feſte zu nehmen. Hundert Hände trugen ihnen die gefüllten Kelche entgegen; der Offizier credenzte ſeinem Untergebenen den Wein, und die hochmüthige Leibwache des königlichen Hauſes verſchmähte es nicht, manchen gedienten