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daß meiner Ankunft mit Ungeduld entgegengeſehen wird. Lebe wohl, und beſſere Dich!“
Mit einem leichtfertigen Gelächter ſprang Victor die Treppe vollends hinauf, winkte einem Bedienten, der mit ihm vom Wagen geſtiegen war, und ein Packet unter den Armen trug, und hüpfte durch den Corridor, der längs der Logenreihe hinlief. Er trat in eine der vorderſten Logen, warf einen unzufriedenen Blick in die leeren Ecken derſelben, und fragte eine Kammerfrau, die einſam an der Baluſtrade lehnend in den Saal hinunterſah, nach ihrer Gebieterin.
„Sie wartet ihrer mit Sehnſucht, und ich eile, ſie von Ihrer Ankunft zu unterrichten;“ antwortete die Dienerin mit einer höflichen Verbeugung, ſah noch einmal in das bunte Gewühl zu ihren Füßen, und verſchwand. Victor ſtützte ſich auf das Geländer, und beobachtete einige Momente lang das Schauſpiel, das ſeine zechenden Cameraden mit den Offiziren des fremden Regiments unten aufführten. Die Tafeln waren geſchmackvoll geziert und reich beſetzt. Zahl⸗ loſe Batterien der feinſten Weine blinkten von den Schenk⸗ tiſchen; die ausgezeichnetſte Kunſt hatte das Deſſert geordnet; Blumenſträuße in glänzenden Gefäßen zwiſchen den Tafel⸗ aufſätzen zerſtreut, zauberten den Frühling auf die herbſtliche Tafel, die mit der Fülle der Trauben und Rebengewinde prangte. In bunter Reihe ſaßen längs den Tiſchen die Gäſte in ungezwungener Haltung, und der Genuß der all⸗ gemeinen Fröhlichkeit ſchien die Scheidewand des militäriſchen Ranges niedergeriſſen zu haben. Die Gardes du Corps in ihren reich galonirten Uniformen, mit ihren ſchimmernden Wehrgehängen, hielten traulich umſchlungen ihre Nachbarn, die Offiziere von Flandern in ihren ſchlichten Röcken. Der


