Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 1. Theil (1838)
Entstehung
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lauſchten aus dieſem Volkshaufen. Die bei dem Gaſtmahl, das in dem Opernſaale gegeben wurde, beſchäftigten Bedien⸗ ten, ſo wie die davor aufgeſtellten Wachen des Regiments Flandern, mußten bald Güte, bald Gewalt anwenden, um die Neugierde der ungebetenen Zuſchauer in den Schranken der Ruhe zu erhalten. Da kam ein Wagen ſchnell heran⸗ gefahren; er hielt unfern von der Pforte. Ein junger Mann im einfachen Keberrock ſprang mit vieler Gewandtheit her⸗ aus, und eilte, ſich nach dem Platze des Feſtins zu begeben. Ein junger ſchlanker Fremder traf mit ihm auf den erſten Stufen der Treppe zuſammen.Guten Abend, Victor! ſagte er zu dem Ankommenden;Du ſcheinſt ſehr eilig. Welch' ein Feſt wird denn hier gefeiert?

Victor ſchüttelte mit zerſtreutem Weſen dem Fremden die Hand und erwiederte:Ein Gaſtmahl iſt's, welches wir nach altem Militär⸗ und Garniſonsbrauch den Offizieren des neu einmarſchirten Regiments geben. Die Sitte fordert dieſe Höflichkeit.

Du kommſt indeſſen ſpät, am Feſte Theil zu nehmen; ſagte der Fremde mit bittrem Spott,der Champagner⸗ ſchaum der Fröhlichkeit wird ſchon verbraust ſeyn, wenn Du in den Saal trittſt!

Ach, guter Camille, verſetzte Victor, indem ein leichtes Lächeln über ſeine Züge fuhr:Ich bin der Meinung, daß mein Erſcheinen erſt den Jubel zum höchſten Gipfel treiben werde. Du jedoch, Patriot, geh' heim. Hier iſt Deine Stelle nicht, und Du dürfteſt Beleidigungen nicht entgehen, wenn man Deine Nähe ahnte. Leb' wohl; ich hätte mich faſt mit dir verplaudert, und darf doch kühn behaupten,