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baute dagegen in ſeinen ſtillen Kammern Luftſchlöſſer des allgemeinen Wohls, einer allgemeinen Glückſeligkeit; hin und wieder brütete er in geheimen Clubbs das Verderben einer verhaßten Ariſtokratie; hin und wieder wartete er mit Furcht der Ereigniſſe, die ſich ankündigten. Das gemeine Volk aber, kaum erwacht aus dem ſchweren Traume ſeines Lehens⸗ und Frohnzwangs, mit Gewalt aus ſeiner knechtiſchen Trägheit emporgeſchüttelt, kroch zuſammen in ſeinen Hütten, um ſich des Umſchwungs der Dinge ſtaunend zu erinnern, um zu hungern und zu frieren; denn Brod- und Holzmangel war überall eingeriſſen, Noth und Theurung, ob nun na⸗ türlich entſtanden oder künßtlich erregt, waren groß geworden. Seit geraumer Zeit ſchon hatte der Sitz des Hofes das düſtre Schweigen von Verſailles getheilt. Seit dem denk⸗ würdigen Tage des vierzehnten Juli, wo die Baſtille gefal⸗ len war, ſchien die Freude, die geräuſchvolle Heiterkeit, und der Glanz der Feſte aus dem Königshauſe verſchwunden. In der heutigen Nacht jedoch war der Tumult der alten Gelage, wie ſie unter dem verſtorbenen König häufig gewe⸗ ſen, wieder erwacht. Aus dem Opernſaale des königlichen Schloſſes tönte die Pauke, ſchmetterten luſtige Fanfaren, und die Stimmen vieler fröhlichen Gäſte miſchten ſich jubelnd und begeiſtert in das Toſen der Muſik. Becherklang, Vivat⸗ geſchrei, kriegeriſche Lieder wechſelten ab; mit der Nacht ſchien die Fröhlichkeit zu ſteigen. Es hatten ſich viele Leute aus allen Klaſſen in die Nähe des Feſtſaales, an ſeine Pforten, unter ſeine Fenſter gedrängt. Die dumme Neu⸗ gierde, die ehrfuchtsvolle Anhänglichkeit an alles, was ſich nach dem Könige nannte, der finſter brütende Patriotismus, die hungrige Armuth und der knirſchende Neid horchten und


