— 312—
Lob und Segen, und den Armen der Umgegend eine reiche Spende; denn heute ſteht wohlgegrün⸗ det bei St. Wolfgang ein Spital für dürftige und breſthafte Leute, die aus dem Sündengeld des Marx verpflegt werden. Und auch der„kropfete Wurſtl“ hat ein hübſch Stück Geld bekommen, da er dem Florian zu allererſt vom Waſchweiberl erzählt, und da mit ſeinem Retz es gefangen worden. Und von ſelbem Tag war Florian an Ehren reich, und genannt als des Landes Wohl⸗ thäter.—
Wie er nun vom Pfarrhof, ſeines Schatzes ledig, aber voll von edelm Bewußtſeyn, heimwärts ging— die Sonne machte ſich ſo mild und freund⸗ lich zum Untergehen fertig— blieb er vor der Hütte des alten Wamsler ſtehen, und guckte durch's Fenſterl in die Werkſtatt. Der Wamsler war ein gelernter und gereister Schuſter, und fleißig ſaß er noch auf ſeinem Pechſchemel.
„Guten Abend, Kratzerbrunnenbauer!“ rief er heraus:„ſchaffſt was? Wär' Dir was lieb?“
„Was haſt denn da für ſchöne ſchöne rothe


