Vater recht bald wieder in dem Schvoße ſ Familie umarmen zu können.“«—
„Gott ſchenke Deiner Sehnſucht einen will⸗ kommnen Ausgang;“ verſetzte Luiſe etwas heuch— leriſch:„Wie lange iſt ſchon der gute Mann von euch getrennt? Es duͤnkt mich eine Ewigkeit.“
„Wohl eine Eigkeit;« ſeufzte die Tochter: »Seit zwei unendlichen Monaten lebt er ferne, ein heimathloſer Fremder, in der franzoͤſiſchen Graͤnzſtadt. Zuruͤckgezogen von aller Ge ellſchaft, bograben in ſeinem Kummer„hat er ſogat ſeinen Namten verändert, um nicht von undelikaten Landslenten mit Briefen oder Beſuchen beſtuͤrmt zu werden. Ach, es iſt ſchlimm uid boͤſe, die Geſetze u üͤbertreten! Aber mein guker Vater hatte nichts Uebles dabei im Sinne“(Te „Das Geſttz richtet die Thaten, und beruͤck⸗
ſichtigt wenig die Abſicht;e predigte Luiſe in dem
ſchneidenden T Tone, den ſie oft und“ gern annahm:
„Das große ungluͤck! wäre doch n nie in euer Haus gekommen! 1
„Freilich, frellich ſeufzte Cäcilie wieder:


