„Ich kann Dir nicht beſchreiben, wie mir nach ſeinem Tode ſo wunderlich zu Muthe war. Bald kam mir's vor, als hätte ich einen ſehr theuern Verwandten verloren; dann erinnerte mich meine Vernunft, daß der Selige mir doch ſtets ein Fremder geweſen. Ich hatte mich nach und nach an ihn gewoͤhnt, und Gewohnheit macht viel.“
„Allerdings. Wer weiß, was noch daraus geworden wäre?“ bemerkte Luiſe argliſtig:„Ich glaube faſt, daß Deine Eltern im Sinne hatten, den Wandersheim mit Dir zu vermählen?7“
„Du ſcherzeſt wohl 2« fragte Cäcilie betroffen: „Sie haben mir ja kein Wort davon geſagt? Und... und, wenn Sie gewollt hätten, was Du behaupteſt, ich hätte nicht gerne eingewilligt.“
„Schoͤn, ſchoͤn, mein Kind. Dieſe Worte ehren Dich. Gerne einwilligen, wenn man ſich verhandelt, verkauft ſieht? Duͤrfen die Eltern ohne Einſtimmung der Kinder uͤber dieſelben verfuͤgen? Das beleidigt die Wuͤrde des Frauen⸗ geſchlechts. Nein, Du haͤtteſt gar nicht ein⸗


