1.
Es war um die Mittagsſtunde. Die Hof⸗ kirche war beinahe leer; die ſchoͤne Welt, die ſich darinnen zum Gottesdienſte zuſammen findet, hatte ſich auf die benachbarten Spaziergänge zer⸗ ſtreut. Nur zwei Frauen blieben zuruͤck, halb verborgen im Schatten eines koloſſalen Pfeilers.
„Deine Mutter bleibt lange; liebe Cäcilic;« ſagte die Eine, Luiſe Theobald.—„Ich ſchoͤpfe Hoffnung aus dieſem langen Verweilen;“ ant⸗ wortete Cacilie:„Der Knig ſpricht nicht viel, wann er beſchloſſen hat, ein vor ſeinen Thron gebrachtes Geſuch abzuſchlagen. Ich uͤberlaſſe mich ganz der ſuͤßen Zuverſicht, meinen guten


