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laſterhaften Beiſpiels eingedenk, treiben die Söhne, was der Vater trieb, treten die Töchter in die Fußſtapfen zucht⸗ loſer Mütter. Der Deckmantel, den das Blendwerk erheu⸗ chelter Ehre um die Lenden des Laſters wirft, iſt nicht ge⸗ räumig genug, um alle Schande zu verhüllen. Wie man ihn auch zerre und dehne, bald hie, bald da ſieht die Blöße hervor, bis die zerriſſenen Fetzen zu Boden fallen und das nackte Ungethüm da ſteht im ſcheußlichen Lichte;— bis end⸗ lich das Geſchick hereinbricht, wie ein Sturm in das alte Gebäude, und nur unter ſeinen krachenden Trümmern die Verbrechen begräbt, die des Ahnherrn Ruchloſigkeit zu frei⸗ gebiger Saat ausgeheckt.— Darum, mein Sohn Archim⸗ dald, ſchreibe nicht auf Rechnung Deines Bruders, alles was er that, ſondern auf das Schuldbuch böſer Folgen von böſen Handlungen; wälze ſeine Vergehen jedoch auch nicht auf Gottes Rathſchluß, der nicht will, daß der Menſch ver⸗ derbe in ſeinen Sünden, weil ſein Vater ſtrauchelte und fiel, ſondern auf das vom Herrn ſelbſt geſchaffene Natur⸗ geſetz, nach welchem alles in der weiten Schöpfung, von ſeinem Entſtehen an, die Bahn von Folgen und Verknüpfun⸗ gen durchlaufen muß, die unſere Augen zwar nicht zu ver⸗ folgen im Stande ſind, deren Ziel jedoch immer ein klares, der ewigen Güte und Huld angemeſſenes iſt. Dränge Du Dich nicht in dieſe Bahnen ein, wie ein dunkler, zerſchmet⸗ ternder Körper, der regellos durch den Raum rollt, von einem Pole abgeriſſen, zermalmt, was ſich ihm entgegen ſtellt und dennoch den eigenen Sturz nicht aufhalten kann;. hebe nicht den erſten Stein auf;... verzeihe den Gefallenen, auf daß Du ſelbſt einſt gnädig gerichtet werden mögeſt!“


