Teil eines Werkes 
2. Band, Der Bastard : eine deutsche Sittengeschichte aus dem Zeitalter Kaiser Rudolph des Zweiten : 3. Theil (1838) Der Mann und seine Rache
Entstehung
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ſeyn; allein es geſchah uns, wie das Sprichwort don der Scilla und Charybdis ſagt,... wir kamen aus dem Re⸗ gen in die Traufe. Unſer Zug wurde durch niederträchtige Bauern, die uns im Beſitz von beträchtlichen Schätzen glaubten, an eine kriegeriſche Streifhorde verrathen, die, auf ihre eigene Fauſt den Krieg führend, bald den Kaiſer, bald Siegmund Bathori als ihren Herrn erkannten, je nachdem ſie ſich auf dem Gebiet des einen oder des andern befanden. Allein, mochten ſie gerade den Adler oder die Elephantenzähne im Panner führen,. wir ſchienen den Freibeutern immer ein guter Fang. Sie jagten uns vor ſich her, daß mein Knecht, welcher der Gegend völlig kun⸗ dig war, alle Mühe hatte, durch künſtliche Ausbiegungen und Querzüge uns ihren Klauen zu entführen. Wir hatten jedoch, trotz aller Vorſicht, nicht verhindern können, uns weit von unſerer Straße verſchlagen zu ſehen, und befan⸗ den uns auf einmal tief in Ungarn. Bis dahin war die Gräfin muthig und gefaßt geweſen. Kaum erblickte ſie je⸗ doch eines Tages auf weiter Haide von ferne einen Zug kaiſerlichen Volks, der mehrere Stücke von ſchwerem Ge⸗ ſchütz in's Innere zu geleiten ſchien; kaum war der Troß uns nahe gekommen, ſo erkannte ſie unter den Reitern, an deſſen Spitze, Euern Zögling Archimbald, und mit ſeinem Anblick drang die Liebe zur Freiheit wieder in die Bruſt. Sie ſchrie ſeinen Namen, ehe ich's verhindern konnte. Leila war vom gleichen Taumel ergriffen, vereinigte mit Iſabel⸗ lens Stimme die eigene. Die Tücher flatterten aus der Sänfte in die Luft, und die Knechte, überraſcht und den Blick fragend auf mich geheftet, hielten noch obendrein die Maulthiere an. Ich gab ſchnell den Befehl, umzukehren;