Teil eines Werkes 
2. Band, Der Bastard : eine deutsche Sittengeschichte aus dem Zeitalter Kaiser Rudolph des Zweiten : 3. Theil (1838) Der Mann und seine Rache
Entstehung
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die Wendung war jedoch noch nicht geſchehen, als ſchon, mit der Schnelligkeit einer Schwalbe, ein Häuflein Reiter gegen das unſrige heranſtürmte. Ich zog den Säbel; meine Knechte thaten daſſelbe. Ein Schuß warf den einen vom Gaule; ein wetterlicher Hieb ſtürzte den zweiten zu Boden, und Archimbald, von dem Hülfsgeſchrei der Geliebten in Feuer und Wuth gejagt, drang mit dem heftigſten Unge⸗ ſtüm auf mich ein. Im regelmäßigen Kampfe ungeübt, hatte ich alle Hände voll zu thun, um durch die gewagte⸗ ſten Seitenſprünge mit dem Gaule ſeinen Streichen zu entgehen. Meine Kunſt aber, wie meine abwehrende Klinge wären in Kurzem zu ſchwach geweſen, mich länger zu ver⸗ theidigen, wäre mir nicht ein Schutzengel zu Hülfe gekom⸗ men. Ein Reiter ſprengte nämlich zwiſchen uns ein, fing einen mörderiſchen Hieb, der meinem Haupte drohete, auſ und rief dem Angreifenden mit Löwenſtimme zu:Halt ein, Archimbald! das iſt ein Ehrenmann! für den bürge ich! Archimbald bändigt ſein Roß; mein Retter ergreift das meinige beim Zügel und ruft mir zu:Gebt Euch, Herr Stallmeiſter! was wollt Ihr doch ausrichten, der Einzelne gegen ein halbes Dutzend von Kriegsleuten! ſteckt ein! thut mir's zu Liebe!.. Ich betrachte den Vermittler for⸗ ſchend und erkenne in ihm einen Maler, dem ich, bei mei⸗ ner Anweſenheit zu Rom, woſelbſt ich mir vom heil. Vater die Losſprechung vom Kloſtergelübde holte, Gelegenheit hatte, einen geringen Dienſt zu erweiſen. Ich umarmte den Dankbaren, und da mir dabei der Hut vom Haupte fiel, ſo hatte auch Archimbald keine Mühe, die Züge des Bruders Amadeus zu errathen, die nun vollends ſeinen Zorn entwaffneten. Laßt mich ſchnell über das Folgende