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es gekonnt, wenn es Euch um Vergeltung zu thun geweſen wäre. Verhinderte Euch gleich die Pflicht, mündlich mir die Nachrichten zu geben, die ich bei Eurer Abreiſe wünſchte, fo bättet Ihr mir wohl in einem Schreiben mittheilen können, wie es meinem Zögling gehe. Sieh, Amadeus,“ fuhr er wei⸗ ter fort;...„ſieh! ich bin nicht mehr der Jüngſte; es hätte mir etwas Menſchliches begegnen können, und ich wäre dann hinüber gegangen, ohne zu wiſſen, ob mein Archimbald ſchon voraus oder noch zurück ſey. Jetzt aber erzähle, Freund Pinzinger; Du kömmſt nicht eher aus dieſer Zelle, als bis Du Alles ausführlich gebeichtet haſt!“
Pinzinger ſtaunte und konnte ſich nicht genug verwundern, als er erfuhr, daß Hubert von Archimbald's Schickſal bei⸗ nahe noch nicht das Geringſte wiſſe.—„Ihr werdet Euch nicht minder wundern,“ begann er hierauf lächelnd,„wenn Ihr vernehmt, was ich ſchon lange durch Wernher ſelbſt zu Eurer Kenntniß gelangt glaubte! So hört denn und mäßigt Euer Staunen, wenn Ihr könnt. Ihr erinnert Euch noch des Tages, an welchem Archimbald mit ſeinem Ohm und Erlwein von dannen zog?“
„Als ob es geſtern geweſen wäre!“ antwortete Hubert. „An demſelben Tage fand ich Eingang, unter irgend einem Vorwande, in der Markgräfin Haus, um der Gräfin Iſabelle Archimbalds letzten Gruß und Gedächtnißzeichen zu übergeben. Der Anſchlag gelang. Ich fand die Gräfin allein, in Thrä⸗ nen, die meine Botſchaft verdoppelte, von den Zurüſtungen zu einer nahen Reiſe umringt. Die ab⸗ und zulaufenden Diener verſtatteten mir nur einen Augenblick, meine Sendung zu vollziehen, und die Frau von Florenges mußte mich ent⸗ laſſen, ob ſie gleich etwas auf dem Herzen zu haben ſchien,


