Teil eines Werkes 
2. Band, Der Bastard : eine deutsche Sittengeschichte aus dem Zeitalter Kaiser Rudolph des Zweiten : 3. Theil (1838) Der Mann und seine Rache
Entstehung
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entſinnen, das ich Euch gab, bei meiner Ruckkehr eine Taſche voll Neuigkeiten mitzubringen; allein, Gott iſt mein Zeuge, daß es mir nicht möglich war. Auf andern Wegen gingen wir zur Heimath, und auch jetzo würde ich nicht die Freude haben, Euch zu ſehen, führte mich nicht meines Herrn, des Markgrafen, kriegsluſtiger Geiſt nach Prag, um kaiſerlicher Majeſtät Befehle einzuholen, und uns alsdann mit den auf⸗ rühreriſchen Ungarn oder Siebenbürgern oder Türken zu raufen. Mittlerweile aber ſind meine Neuigkeiten längſt alt geworden, und Ihr werdet ſie bereits ſeit geraumer Zeit vernommen haben, geordneter, weitläufiger und befriedigen⸗ der, als meine Zunge ſie Euch wiederzugeben vermöchte.

Zuerſt, fiel Hubert ein,wie geht es Dir und den Deinen?

Herrlich, möcht' ich ſagen! antwortete Pinzinger.Ich bin Gatte und Vater; in beider Hinſicht zu beneiden: mein Weib iſt geſund, blühend und zufrieden; meine Kinder ſind ihr Ebenbild. Vier reine und dankbare Seelen beten alle Abende zu Gott um Erhaltung ihres Vaters, um Segen für ihren unvergeßlichen Wohlthäter!

Pſt! pſt! unterbrach ihn der Mönch und wiſchte ſich, von ſeiner Begeiſterung bewegt, eine Thräne der Rührung aus dem Auge.Das iſt vom Uebel! Ich fragte Dich nach dem Befinden der Deinen; ein einfaches:ſie find geſund und froh! hätte zur Antwort hingereicht.

Vergebt meinem Gefühle die armen Worte! ſprach Pin⸗ zinger mit naſſem Blick.Noch hat ſich aber die Gelegenheit nicht ergeben, Thaten an die Stellen der Worte ſetzen zu können, um Eure Menſchenliebe zu vergelten!Doch, doch, Herr Stallmeiſter, verſetzte Hubert launig,Ihr hättet