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Nicht mehr als billig; ich liebe meine Vergnügungen,.. Ihr die Eurigen. In unſern Abneigungen iſt dieſelbe Ueber⸗ einſtimmung. Ich kann Euer weibliches Prachtleben nicht leiden,.. Ihr haßt den kriegeriſchen Lärm, der mich um⸗ giebt. Ich verachte das Schranzenweſen, mit dem Ihr Euch ſo gerne behängt,.. Ihr verwünſcht meine Zechgelage und Trinkgenoſſen. Wahr iſt es, ich werde wohl ſchwerlich einen Mäßigkeitsorden ſtiften, und mich weder in den Arra⸗ goniſchen Lilienorden, noch in die Steiermarkſche Bruder⸗ ſchaft des heiligen Chriſtophori aufnehmen laſſen; denn ich liebe den Genuß und die derbe deutſche Rede, die nicht lange abwiegt, wie ſie ſich ausdrückt, und einen verzeihlichen Haus⸗ und Kernfluch nicht verdammt. Aber als Gegengewicht be⸗ trachte ich die harte Uebung des Kriegs. Dieſer drückt allein dem Manne den Stempel auf. Es lebe der Krieg!“
Die Becher klangen auf's Neue. Mit einem leiſen Achſel⸗ zucken gegen die Markgräfin ſetzte der Prinz den ſeinigen an die Lippen, und nippte, der Freundin zu Gefallen, gleich einer Jungfrau. Der Markgraf bemerkte aber, obgleich wohl bezecht, die Ziererei des jungen Mannes und ſchlug ein lautes Gelächter auf.
„Nun wahrlich!“ rief er, den Becher mit luſtiger Geberde auf den Tiſch ſtoßend.„Da rathe einmal ein Menſch, ob das ein Prinz, ein Studioſus von Prag ſey, der mir gegen⸗ über ſitzt. Heißt das trinken, Vetter Bernhard? Schämt Euch. Ein Mann, ein deutſcher Fürſt beſonders, muß ſich anders zeigen. Laßt Euch nicht durch das Beiſpiel derjenigen verführen, die ſogar Bündniſſe gegen die Völlerei, wie ſie die deutſche Fröhlichkeit nennen, errichtet haben. Dergleichen Zwang riecht, mit Euerer S nach der
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