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Wohlthaten wir Du Deine Rache einſt vollkommen machen, und dem Sohne die Leiden vergüten, die ich ſeiner Mutter zugefügt habe. Meine Augen verlöſchen... meine Hände zittern... ich muß enden. Bete für mich und fluche mir nicht!— Magdalena.“
Er hatte längſt ausgeleſen und ſtarrte noch immer in das Blatt, und konnte noch immer nicht aus dem Wirrwar, der darin zu herrſchen ſchien, klug werden. Endlich faltete er aber das Pergament zuſammen, ſchob es zu ſich, und ſprach zu Agathen:„das Vermächtniß der Mutter Lene wird mir werth und heilig ſeyn, und ich will es unverbrüchlich beob⸗ achten, ob ich gleich ihren Willen nicht klar begreife. Was iſt aber zu thun? Ich ſoll bei dem Kleinen da Vaterſtelle vertreten, und mein unruhvolles Schickſal wirft mich gerade jetzt in die unſtäteſte Laufbahn auf Erden! Wie kann ich meine Pflichten gegen das Kind erfüllen; wer wird ſich in meiner Abweſenheit mit der Sorge für ihn belaſten?“
Hagar fragte ihren Diwoky durch einen einzigen Blick. Der Mann gewährte eben ſo, und mit edlem Eifer rief ſie, Archimbalds Hand faſſend:„Wir wollen es thun, mein Gatte und ich. Philipp ſoll unſer Kind ſeyn, bis Ihr einſt wie⸗ derkehrt, und ſelbſt für ihn zu ſorgen im Stande ſeyd.“ „Bedenkt, liebe Leute entgegnete Archimbald warnend. Diwoky ließ ihn aber nicht ausreden.—„Wären wir wohl würdig, unſer Glück Euch zu verdanken,“ ſprach er,„wenn wir Euch nicht gefällig ſeyn wollten? Beſchämt uns nicht⸗ Junker, und laßt uns den Zoll der Dankbarkeit abtragen.“
„Die Laſten jedoch, die Ihr Euch auferlegt...“ erwie⸗ derte Archimbald.„Bin ich nicht Mutter?“ fragte Hagar mit ſtolzem Bewußtſeyn, und zog den Vorhang von einer


