Teil eines Werkes 
2. Band, Der Bastard : eine deutsche Sittengeschichte aus dem Zeitalter Kaiser Rudolph des Zweiten : 2. Theil (1838) Der Jüngling und sein Kampf mit dem Leben
Entstehung
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Stande und Alter. Mein vormaliger Herr und Meiſter, der Freiherr, den ich zu Wien bediente, hatte auch derglei⸗ gen Historias, mehr als eine,. ſie führten aber zu keinem guten Ende.

Ich glaube, Ihr ſeyd berauſcht, Diwokyz lachte Ar⸗ chimbald...wie käme ich denn zu ſolcher Nachrede?

Ei! ei! ei! erwiederte der Thürſteher kopfſchüttelnd; läugnet wie Ihr wollt, und ſo lang Ihr wollt,... die Dirne iſt einmal da, der Knabe ebenfalls, und es müßten mich alle Vermuthungen trügen, wenn nicht., So eben trat die Fremde in das Stüblein mit Hagar, die einen Kna⸗ ben von ſechs bis ſieben Jahren an der Hand führte.Seyd Ihr der Herr Archimbald Wernher? fragte ſie in ſchwäbi⸗ ſcher Mundart.Der bin ich, meine Tochter, erwiederte er:was ſoll's?«Mutter Lene ſchickt mich an Euch mit ihrem letzten Gruße, ſprach die Fremde und trocknete ſich eine Thräne ab,ſie iſt geſtorben, es ſind juſt vier Wochen ſeitdem verfloſſen. Auch auf Archimbald machte dieſe Nach⸗ richt einen unbeſchreiblich bittern Eindruck; er hatte die alte Pflegemutter wirklich und aufrichtig geliebt.

Die gute Frau hatte mich als ein armes Mädel zu ſich genommen, fuhr die Dirne fort,um das Kind da zu er⸗ ziehen, deſſen ſie ſich unterzogen hattetz; woher es iſt, weiß ich nicht. Als Wärterin des Kindes bin ich mehrere Jahre bei ihr geweſen, habe ihr im letzten Todeskampfe beige⸗ ſtanden. Eine kurze Weile vor ihrem Ende, als ich ihr das Kiſſen rückte und den Todesſchweiß abtrocknete, ſprach ſie mit verlöſchender Stimme: Biſt eine gute Seele, Agathe. Haſt mir treulich gewartet und gepflegt. Hab' Dir auch in meinem letzten Willen ein Legat vermacht, das Dir zu einem