Teil eines Werkes 
2. Band, Der Bastard : eine deutsche Sittengeschichte aus dem Zeitalter Kaiser Rudolph des Zweiten : 2. Theil (1838) Der Jüngling und sein Kampf mit dem Leben
Entstehung
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alle übrige, während das ganze kaiſerliche Heer aus einan⸗ der lief nach geendigtem Kriege. Wer ſeinen Feind oder Nebenbuhler im Zweikampf oder im Zornhandel getödtet, war frei, wenn er unter den Büchſenmeiſtern Dienſte nahm, ja ſchon der Umkreis von vier und zwanzig Schritten um eine Kanone diente flüchtigen Miſſethätern zur Freiſtätte, wie der Umfang einer Kirche. Händelſtifter im Umkreis einer Schanze oder eines Bollwerks verloren ohne Gnade den Kopf. Das waren preiswürdige Verordnungen, die von der Wichtigkeit unſers Berufs zeugen, und eigentlich noch beſtehen, obgleich ſie, wie unſer Handwerk, ſehr in Verfall gerathen ſind, was unſre Feldherrn einſt mit Schrecken einſehen werden, wenn ſie mit einem kriegsgewandtern Feind u thun bekommen, als die türkiſchen Hunde ſind, die, wo fie ſiegen, nur durch ihre zahlloſe Uebermacht überwinden. Indeſſen, kömmt Zeit, kömmt Rath. Ihr erlebt vielleicht noch beßre Tage im Dienſte des Geſchützes; und da mein Neffe denn doch einmal zur Fahne ſchwören will, ſo iſt mir's eine Freude, daß er unter meine Aufſicht kömmt. Ja, lieber Archimbald, ſetzte er gerührt hinzu....Ich will Dir Vater ſeyn, Euch, Erlwein, dem Freunde meines Neffen, gleichfalls ein lieber und getreuer Freund! Gott ſegne uns, und alle wackern Soldaten!

Die Waffenzöglinge wiederholten den Ruf, ſchwuren den Eid, und rüſteten ſich, am nächſten Morgen mit Ehrenfried, der in ſeine Winterſtation an Ungarns Grenzen zurückging, die Stadt zu verlaſſen. Archimbald, von Wallenſteins Groß⸗ muth, die ſich auch auf ſeinen Begleiter erſtreckte, auf das Beſte mit allem zu ſeinem neuen Stande Erforderlichen ver⸗ ſehen, nahm von dem Gönner herzlichen Abſchied, und ging