Teil eines Werkes 
2. Band, Der Bastard : eine deutsche Sittengeschichte aus dem Zeitalter Kaiser Rudolph des Zweiten : 2. Theil (1838) Der Jüngling und sein Kampf mit dem Leben
Entstehung
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Beſorgt nichts, ſprach Wallenſtein mit zuverſichtlicher Miene.Die Sterne leiten ihre Lieblinge bis an's Ende ihrer Laufbahn. Mir ſind große Dinge prophezeiht; ich werde nicht eher hinübergehen, bis dieſe erfüllt ſind. Euch weiſſage ich daſſelbe. Und könnte ich mich darin betrügen, was ſchadet das? Die Kugel, die Euch aus dem Leben jagt, reißt auch Euern Schuldbrief entzwei. Wählt jetzt.

Nach geringem Bedenken willigte Archimbald ein, von Hubert und Erlwein in ſeinem Vorhaben unterſtützt. Der Letztere ließ es ſich ſogar nicht nehmen, ſeinem lieben Jun⸗ ker, wie er ihn nach wie vor nannte, zu folgen.Nehmt mich mit, ſagte er zu demſelben,als Freund, als Beglei⸗ ter, als Knecht, wie Ihr wollt. Ich bin des Pinſel⸗ geſchäfts überdrüſſig, und will auch mein Heil mit dem Säbel in der Fauſt verſuchen

am fotgenden Tag erſchien Whimbald im Geleite ſeines Beſchützers Wallenſtein vor dem kaiſerlichen General, der nach einigen kurzen Fragen ihm und ſeinem Freunde Erl⸗ wein erlaubte, als Freiwillige unter die Büchſenmeiſter zu treten, und ihnen befahl, ſich als ſolche bei dem in ſeinem Gefolge gekommenen Hauptmann einſchreiben zu laſſen. Auf der Stelle gehorchten die Kriegsluſtigen dem willkom⸗ menen Gebot.

Der Hauptmann, mit ſeinen Regiſtern beſchäftigt, ſah kaum nach ihnen hin, hörte nur halb auf ihr Begehren, und ergriff gleichmüthig die Feder.Euer Name? fragte er mit einem flüchtigen Blick auf Archimbald.

Dieſer erwiederte beſcheiden:Ich heiße Archimbald Wern⸗ her, edler Herr, und bin aus Ulm gebürtig.

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