den Feind zu ſchlagen, wie er einſt die Trommel ſchlug, und machte mich anheiſchig, Euch eine Führersſtelle unter dem Fußvolk zu verſchaffen, wenn Ihr nicht vorziehen ſolltet, als Freiwilliger unter den Büchſenmeiſtern einzutreten. Für Euren Unterhalt werde ich alsdann Sorge tragen.“
„Ihr öffnet mir die glänzendſten Ausſichten...“ entgeg⸗ nete Archimbald,„und ich wäre gern geneigt, Eurem Rath zu folgen, wenn ich nicht fürchten müßte, Eure Güte und Gnade zu mißbrauchen.“
„Nicht doch!“ rief Wallenſtein, und ſchlug, als wie in eine Berechnung verſunken, die Augen gegen die Decke der Stube.—„Ihr habt mir nicht einmal zu danken. Denn was ich thue, geſchieht eigentlich nur aus Eigennutz.— Mit Euerm klugen und ſchlauen Kopf bringt Ihr's bald unter den Büchſenmeiſtern zum Offizier, Fähnrich, Lieu⸗ tenant, Hauptmann.. in zehn Jahren ſeyd Ihr's. Bis dahin, höchſtens in fünfzehn Jahren werde ich an der Spitze eines Heeres ſtehen, und bedarf alsdann erprobter Leute. Dann mache ich Euch zum Oberſt, ſchenke Euch ein Regi⸗ ment, und Ihr bezahlt mir zurück, was ich für Euch aus⸗ gelegt habe.“
Die Freunde ſahen ſich verwundert an, und wußten nicht, ob ſie den ſonderbaren Rechner, der die Zukunft mit einem Blicke überſchaute, als könnte ſie nicht anders, als nach ihm ſich richten, für einen kühnen Ehrgeizigen oder für einen Wahnſinnigen halten.
„Edler Herr,“ äußerte Archimbald lächelnd„.„darf ich den Vorſchlag eingehen? Wir ſind ſterblich, in dem erſten Treffen könnte...


