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„Mein Name iſt Wallenſtein,“ ſprach der Eintretende mit einer gewiſſen Freundlichkeit, die an dieſem Manne nicht gewöhnlich ſchien.—„Ich ſuche den Jüngling, der heute durch ſeinen günſtigen Stern dem Henkertode entgangen iſt, der ſeine Unſchuld zu würgen drohte. Die vor dieſem Hauſe noch immer verſammelten müßigen Haufen neugieriger Gaffer wieſen mich hieher.“
„Ich bin derjenige, den ihr ſucht, edler Herr,“ erwiederte Archimbald mit demüthiger Beſcheidenheit.—„Ich geſtehe aber, daß ich erſtaune, unter dieſem geringen Dach einen Mann von Eurer Bedeutung zu ſehen, um ſo mehr, als ich mich eines geringen Vergehens gegen Euch bewußt bin. Seyd Ihr gekommen, daſſelbe zu rächen?“
„Gott ſey dafür, daß ich mich an einem Menſchen zu rächen verſuchte, den ſeine Sterne ſo augenſcheinlich be⸗ ſchützen,“ ſprach Wallenſtein feierlich.„Ihr habt meinen Namen mißbraucht, wie den meines trefflichen Lehrers; allein ich ſchreibe dieſes nicht auf Eure Rechnung, ſondern auf das Schuldregiſter derjenigen, die Euch dazu verleiteten. Ihr waret ſo edelmüthig, dieſelben nicht zu nennen, aber die Zukunft wird ſie nichts deſto weniger offenbaren, denn in der Schöpfung beſteht die Ordnung, daß alles mit der Zeit an's Licht der Sonne komme. Obſchon ich nun jenen Miß⸗ brauch meines Namens nicht billigen und nicht fortdauern laſſen durfte, ſo bin ich doch weit entfernt, ihn zu ſtrafen. Ihr ſeyd ein Günſtling der Planeten, ein Glücklicher. Ich liebe die Glücklichen, ſie ſind mir verwandt, denn auch ich bin ein ſolcher. Was nützt Tugend, Kunſt und Reichthum, was nützt die höchſte Macht, wenn ſie Hand in Hand mit dem Unglück geht? Fortuna regiert die. ihre Jünger,


