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bier bin ich nun, um Dich zu tröſten, Dich zu verupißen⸗ mein lieber Sohn.“
„Ich danke Euch für Eure Bemühungen,“ ſprach Archim⸗ vald.„Getröſtet, beruhigt vin ich ohnehin; denn ich bin unſchuldig. Ich bin bereit zu ſterben.“
„Du wirſt nicht ſterben,“ erwiederte Hubert,„wenn ſich nicht der Teufel darein miſcht. Erlwein wird Dich retten.“
„Was will der ſchlichte Maler wider meine mächtigen Feinde?“ fragte Archimbald.
„Dieſer Menſch liebt die Gewalisſtreiche,“ verſetzte Hu⸗ bert,„und in gewiſſen Fällen iſt eine geballte Fauſt beſſer als tauſend überredende Worte.“
„Was laßt Ihr meiner Seele ahnen?“ rief Archimbald angſtlich.„Wenn er mit mir in's Verderben ftürzte.. vergebens ſeinen Kopf gewagt hätte..
„Er hätte alsdann nur ſeine Schuldigkeit gethan für ei⸗ nen treuen Freund,“ antwortete Hubert.„Jetzt aber laß uns hoffen, und betend den Tag erwarten.“
Die lange Winternacht verging unter lehrreichen, erbau⸗ lichen Geſprächen. Es wurde ein heitrer, kalter Morgen. Das Volk, neugierig die Todesangſt eines armen Sünders zu ſchauen, ſammelte ſich in den Straßen. Haſchiere und Stadtwächter mit Hellebarden bewaffnet, beſetzten das Richt⸗ haus. Die Thüren wurden geöffnet, und ſo viel Menſchen, als das Gebäude faßte, hereingelaſſen, um den Verurtheil⸗ ten noch einmal zu ſehen. Milde Gaben flogen in Menge auf den Teller, der auf der Schwelle der Armenſünderſtube ſtand, um die Allmoſen aufzunehmen⸗ die zu Seelenmeſſen verwendet werden ſollten. Die eifrigſten Proteſtanten ſpen⸗ deten ihr Scherflein dazu, gus Mitleid für den jungen, zum


