Teil eines Werkes 
2. Band, Der Bastard : eine deutsche Sittengeschichte aus dem Zeitalter Kaiser Rudolph des Zweiten : 2. Theil (1838) Der Jüngling und sein Kampf mit dem Leben
Entstehung
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liegend, einer dumpfen Beté ubung⸗ die bald zu einer ernſt⸗ haften Ohnmacht überging, in welcher keine mitleidige Seele der Verzweifelnden Beiſtand leiſtete.

Fünfzehntes Rapitel.

Horch, die Glocken hallen dumpf zuſammen,

Und der Zeiger hat vollbracht den Lauf;

Nun ſo ſey's denn! Nun in Gottes Namen!

Grabgefährten! brecht zum Richtplatz auf!

Schiller.

* Der Geiſtliche, der den unglücklichen Archimbald zum Tode bereiten ſollte, wurde während ſeines Geſchäfts am ſpäten Abend von einem plötzlichen Uebelbefinden befallen, das ihm ein ferneres Verweilen unmöglich machte. Er ent⸗ fernte ſich daher, auf einen dienſtſertigen Knecht geſtützt, nachdem er verſprochen hatte⸗ einen Stellvertreter zu ſenden. Archimbald ſaß, des neuen Tröſters harrend, einſam in dem Armenfünderſtüblein neben jder düſter brennenden Laterne, und ſpielte in friedlicher Betrachtung bald mit der leichten Feſſel, die man ihm angelegt hatte, bald mit den ſchwarzen Schleifen des Sterbekleides, das ihm von frommen Matro⸗

3 nen überſendet worden war. Dann und wann faltete er die Hände zum eifrigen Gebet, und horchte in den Zwiſchen⸗ räumen auf den Winterſturm, der draußen in die dunkle

Nacht peitſchte,... wie auf den regelmäßigen Schritt der

3 Wächter vor ſeiner Thüre. Himmliſcher Friede thronte in