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muß mich reuen, Euch durch dieſe Ehe empor und in den Rath gebracht zu haben, da Ihr ſo undankbar gegen meine Tochter handelt.“
„Wenn es Euch reut,“ verſetzte Philipp wild,„ſo ändert es. Ich biete gern die Hand dazu. Ihr habt noch große Summen von mir in Händen; ich Euere Verſchreibungen. Zerriſſen gebe ich ſie Ench zurück. Behaltet das Geld. mein halbes Vermögen iſt's. Mit Freuden laſſe ich es fah⸗ ren, wenn dieſe heilloſe Ehe getrennt wird. Ich zahle jeden Preis, um von dieſer Gerechten loszukommen.“
„Welche Vorſchläge! welches Anerbieten?“ fuhr Thurn⸗ eiſen auf;„meint Ihr, trockner Krämer, daß mit Eurem Gelde Alles ausgemacht ſey? meint Ihr, daß der Rathsherr Thurneiſen von Euch ſich Geld ſchenken laſſen werde? Glaubt das ja nicht. Bei Heller und Pfennig ſollt Ihr den Bettel wieder haben; hört Ihr? Ihr ſollt von meiner Toch⸗ ter geſchieden werden; hört Ihr? aber„ er zog Philipp bei Seite und raunte ihm in's Ohr:„ich werde alsdann dem Magiſtrate ein Wörtchen von dem Auftritte bei der Hexenlene und von dem Teſtamente zublaſen, damit die Her⸗ ren doch auch wiſſen, wen ſie in Euch vor fich haben.“
Philipp verfärbte ſich bei dieſen Worten, mit welchen Thurneiſen, die Schwäche ſeines Gegners kennend, trium⸗ phirend von ihm ging.„Blödſinniger Thor!“ rief er endlich, ſich vor die Stirne ſchlagend.„Dich zu feſſeln an ein Un⸗ geheuer! durch deine Verbrechen auf ewig zu feſſeln!“
Ein mitleidiges Spottgelächter von Vater und Tochter war die Antwort auf den Ausruf des Verzweifelnden. Es wurde aber von dem Jammergeſchrei der hereinſtürzenden Amme unterbrochen. Sie trug den Reugetauften, der in


