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2. Band, Der Bastard : eine deutsche Sittengeschichte aus dem Zeitalter Kaiser Rudolph des Zweiten : 2. Theil (1838) Der Jüngling und sein Kampf mit dem Leben
Entstehung
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Kopfſtuhl, oder zum mindeſten als räuberiſchen Landſtreicher und Zigeuner an den Strang gebracht. Punctum satis!

Würde man alsdann Euch und mich weniger grauſam und unmenſchlich genannt haben? ſprach Philipp mit trium⸗ phirender Miene.

Sicherlich nicht, verſetzte der Rathsherr;allein wir hätten unſern Zweck erreicht, den Buben aus dem Wege ge⸗ räumt, den weder Elend und Kummer umbringen, noch eine Herenmeiſterin todt zaubern kann. Statt dem bleibt der Baſtard Euch immer gefährlich, droht Euch, da er den öffent⸗ lichen Rechtsangriff nicht wagen darf, hinterrücks mit Meu⸗ chelmord, ſteckt Euch einen rothen Hahn auf's Dach, oder räumt einmal in finſtrer Nacht Euern Geldkaſten aus, und Ihr müßt noch froh ſeyn, wenn er Euere Gurgel nicht mit⸗ nimmt. Seht, das iſt Euere Lage, die Folge von den ver⸗ dammten halben Maßregeln. Lieber das Härteſte vollführt, und damit Alles gewonnen, als durch Zaudern Alles verlo⸗ ren. In die Mäuler der Leute kommt Ihr und die Schande habt Ihr jetzt umſonſt.

Ihr habt Recht, geſtand Philipp nach einigem Beden⸗ ken.Jetzt iſt der Bube erſt Si Die Schlange iſt herangewachſen gereizt.

Und alsdann ſticht ſie gerne und ſcharf, fiel Thurneiſen ein.Eine ausgemachte Wahrheit. Indeſſen⸗ da Ihr Euer Unrecht einſeht, will ich auch einen lindernden Balſam auf die Wunde legen. Ich habe der Schlange ihr Gift benom⸗ men, oder es müßte mich Alles trügen. Freilich wäre Alles beſſer und ſicherer, wenn ich in Günzburg gewußt hätte, was ſich unterdeſſen hier in Ulm zugetragen.

Vie ſo? fragten Wernher und Barbara neugierig⸗