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Augsburg ein, und der Knecht kehrte heim, da er alle Hoff⸗ nung verloren, den Fliehenden zu erreichen. Er hat Dir und uns allen geflucht... und die Saat iſt aufgegangen; denn von Stund an wurde mein Kind krank, und Du ſtehſt nun an ſeiner Wiege, gleich einem Marmorbilde, ohne Ge⸗ fühl, ohne Angſt! Herzloſer Menſch!“
Das Kind erwachte mit bitterlichem Weinen; die durch ſein Geſchrei herbeigerufene Amme nahm es mit ſich hinweg, um der Wöchnerin Ruhe zu gönnen. Philipp ging auf die letztere zu, ſah ihr ſtarr in die Augen, und verzog ſeinen Mund zu einem bittern Lächeln.
„Du ſchiltſt mich herzlos?“ fragte er kalt.„Ich müßte die Gefühlloſigkeit von Dir geerbt haben, oder der Himmel hat uns zuſammengefügt, weil wir uns in dieſem Punkte auf ein Haar ähnlich ſehen, obſchon Du täglich behaupteſt, wir paßten nicht in daſſelbe Joch. Wie kömmt es, daß dieſes Kind Dein Herz mehr in Anſpruch nimmt, als das⸗ jenige, welches, einem geliebteren Manne das Daſeyn ver⸗ dankend, dennoch dem Grimme nicht entgehen konnte, mit dem Du ſelbſt dem Unreifen im eignen Mutterleibe den Tod gabſt?“
Barbara wurde blaß wie eine Leiche, bis wieder eine dunkle Röthe über Stirn, Wangen und Buſen fuhr. Ihre Lippen bebten, und vermochten kaum die Worte zu ſtammeln: „Schon zum zweiten Male, Niederträchtiger, wirfſt Du mir die grauſame Beſchuldigung vor, die Ausgeburt der boshaf⸗ teſten Verworfenheit. Wage es nicht zum dritten Male.. ſonſt reißt unſer Eheband.“ 8
„O, wäre es doch nie geknüpft worden!“ erwiederte Wernher mit finſterm Groll.„Der böſe Geiſt Asmodi hielt
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