„Recht getroffen, Satan!“ knirſchte Philipp..„Kaum dem Rachen des Todes entronnen, ſinne nur auf neue Sünde.. wälze Deine Verbrechen dann auf mich.. ziehe mich her⸗ nieder zu Deiner Verworfenheit.“
„Das habe ich nicht nöthig,“ verſetzte der Alte mit gifti⸗ gem Spott, indem er ſich bequem gegen die Wandſeite kehrte. 3„Ich bin nie damit umgegangen, meinen Bruder zu er⸗ morden.“
Vor der unverſchämten Bosheit verſtummte Wernher in ohnmächtiger Wuth. Es trieb ihn aus der Kammer des alten Böſewichts. In der Thüre trat ihm die Kammermagd ſeiner Frau in den Weg, und beſchied ihn zu der Gebieterin. Er verſprach, ſogleich zu kommen. Unruhig ging er darauf noch ein paar Mal auf und nieder, trat an Simons Bett, der ſich ſchlafend ſtellte, und blinzelnd, wie ein Fuchs, des Herrn Anrede erwartete,— ſeufzte, rieb ſich die Stirne, und ging plötzlich hinweg. Erfreuliches wartete ſeiner nicht in der Schlafkammer ſeines Weibes.
„Es ziemt ſich wohl,“ rief ihm Barbara finſter entge⸗ gen,„ſich um die Frau nicht zu bekümmern, und an
gen, die an mein Wochenbett gehört.“
„Vergieb!“ murmelte Philipp verdroſſen zwiſchen den Zähnen.
„Immer beſſer!“ verſetzte Barbara ſpöttiſch.„Iſt das nicht eine Bitte um Vergebung, die einer Drohung nicht ähnlicher ſehen kann? Doch iſt's etwas Altes. Ich weiß, daß ich Dir nie ſo werth war, als der alte Wohldiener. Ich dachte indeſſen, Du würdeſt für Dein Kind mehr thun.
dem Lager des grauen Trunkenboldes die Beſorgniß zu zei⸗
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