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Gaſtgebot. Mit fürchterlichen Drohungen verließ er das Haus, bald darauf die Stadt.“
„Gottlob!“ ſeufzte Simon beruhigter.
„Den Teufel auch,“ verſetzte Philipp...„kann er nicht wiederkehren? wird er nicht wiederkehren? fürchterlicher, zu⸗ dringlicher, drohender als zuvor? ich ſchaudre bei dem Ge⸗ danken. Das Geſetz ſpricht mich zwar los, aber ich fühle es die Menſchheit wird mich verfluchen. In die⸗ ſem Augenblicke läuft das Gerücht des ärgerlichen Auftritts
durch die Stadt; denn die meiſten Gäſte glaubten, was
Archimbald vorbrachte. Er hat das Mitleid rege gemacht. Nur die Furcht vor mir,. oder eigentlich vor meinem Schwähervater hielt die Zungen gefeſſelt, die den Landſtrei⸗ cher zu vertheidigen bereit waren.“
„Verdammt!“ murrte Simon unwillig,„daß mich auch gerade im wichtigſten Augenblick der Knöchler bei den Haa⸗ ren haben mußte! Ihr handelt ſtets voreilig, unzweckmäßig, wenn ich Euch nicht am Faden regiere. Sobald Ihr merktet, wie die Leute für den Baſtard geſtimmt waren, mußtet Ihr in daſſelbe Horn blaſen, den großmüthigen Bruder ſpielen, den Bettelbuben für eine Zeitlang aufnehmen, und dann bei Gelegenheit ihn entfernen oder ſtumm machen.“
„Wie?“ fragte Wernher entſetzt...„wie? Du kannſt mir den Rath geben, meinen Bruder.. mit eigener Hand 2...„
„Nun, nun, ereifert Euch nicht ſo ſehr,“ erwiederte Si⸗ mon mit verächtlichen Mienen....„Mit ſolchen Redens⸗ arten wird nichts gerichtet, die arme Seele nicht weiß ge⸗ brannt. Denn, ob Ihr dem Buben mit eigener Hand ein Pülverchen miſcht, oder ihn von einer Hexe todt beten laßt... ich denke, es kömmt auf Eins heraus.“


