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rief ſie freudig, halb weinend, halb lachend, und ergriff ſeine Hände.—„Ihr ſeyd groß und ſtark geworden, aber Euer Geſicht iſt daſſelbe, Euere Sprache ganz die alte.“
Archimbald wollte fremd thun; allein ein Blick auf Sa⸗ binens Gatten, auf den Magiſter Kalander, machte ihn ver⸗ ſtummen.„Ja, es iſt mein Zögling Archimbald,“... ſprach dieſer ganz treuherzig zu dem nacheilenden Pfarrherrn,.. „der unglückliche Knabe, von dem ich Dir ſchon erzählt habe.“
Hierauf wendeten ſich beide zu dem Wiedergefundenen, der endlich, gezwungen ihren Liebkoſungen nachzugeben, nicht gewahr wurde, wie der Pfarrherr eifrig mit der Fürſtin verkehrte alsdann den Prinzen bei Seite zog, und wie eine ſehr übelwollende Aufmerkſamkeit ſich auf ihn rich⸗ tete. Der Prinz näherte ſich aber bald triumphirend, und befahl dem Magiſter und Sabinen, ſich von dem Jüngling zu entfernen. Sie gehorchten, und Archimbald ſtand allein wie ein Beklagter vor ſeinen feindſeligen Richtern.
„Meine Herren und Freunde,“ ſprach hierauf Bernhard zu den Umſehenden.„Ihr habt Alle geſehen, welch ein un⸗ würdiges Poſſenſpiel vor unſern Augen abgeleiert worden iſt. Der Pickelhäring deſſelben jedoch, der Knecht Archim⸗ bald iſt, wie ich von dem Pfarrherrn erfahre, kein bayeri⸗ ſcher Edelmann aus altem Hauſe, wie man meiner leicht⸗ gläubigen Mutter vorgelogen, er iſt kein Bürger, kein Bauer, nicht einmal ein Leibeigener.. er iſt ſchlechter als alles dieß, der elende Baſtard eines gemeinen Krä⸗ mers von Ulm, der, aus Gründen, die er uns auf der Fol⸗ ter bekennen wird, ſich ſtumm geſtellt, und dadurch alle hin⸗ tergangen hat. Was meint ihr dazu?“


