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den ich dem Troſtloſen nicht weigern konnte, fandeſt Du uns...Entſcheide!“
„Erbaulich! in der That!“ ſchallte eine rauhe Stimme hinter ihnen. Erſchrocken blickten die Dreie um. Bernhard mit all' ſeinen Begleitern ſtand neben ihnen, und die Män⸗ tel, welche bis jetzt das Licht der Fackeln verhüllt hatten, ſanken plötzlich hernieder, und ließen einen grellen Schein auf die entſetzenſtarre Gruppe fallen. Die Knieenden ſpran⸗ gen auf.„Fliehe Geliebter!“ flüſterte dem Pagen Ludmille ängſtlich zu; allein zur Flucht war es zu ſpät, und ſein Ehrgefühl ſträubte ſich mächtig dagegen, da zu fliehen, wo vielleicht ſein Schutz nothwendig ſeyn dürfte!
„Erbaulich!“ wiederholte Bernhard, die Fürſtin, die un⸗ beweglich, mühſam nach Faſſung ringend da ſtand, verächtlich meſſend.—„Hier ſpielt die fürſtliche Mutter die Kupplerin ihrer Tochter. Eine feine Wahl, die ſie da getroffen. Den frechen Knecht,— der bereits die Matrone zu unziemlicher Begierde entflammt hat, wie das Gerücht zur Schande un⸗ ſeres Hauſes ausbreitet,— gelüſtet's nach der jüngern und friſchern Tochter, und ſie wirft ſie ihm in die Arme, wie ſie ihm die Geſchenke zugeworfen, die er als Pfänder ihrer altersſchwachen Leidenſchaft trägt.“
Beſtürzt ſtanden alle Anweſenden, bei den ungeheuern Beſchuldigungen, die ein Sohn gegen ſeine Mutter zu erhe⸗ ben wagte. Durch dieſe Schmähungen hatte die Letztere aber ihre Faſſung wieder erhalten, und antwortete mit Würde. „Schweige, ungerathener Sohn, und blicke um Dich. Wenn Du noch einen Funken von Scham beſitzeſt, ſo ſchweige in der Gegenwart Deiner Genoſſen, vor welchen Du Dein Haus brandmarkſt, boshafter Lügner!“


