Teil eines Werkes 
2. Band, Der Bastard : eine deutsche Sittengeschichte aus dem Zeitalter Kaiser Rudolph des Zweiten : 1. Theil (1838) Der Knabe und der Fluch seiner Geburt
Entstehung
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ſcheu werden; Neſte!

Mit dieſen Worten ſprengte der Trupp, deſſen Getüm⸗ mel plötzlich ſchwieg, an dem Pfarrherrn und ſeinen Ver⸗ wandten vorüber, warf ſich an der Brücke vom Gaule, und der Pfarrherr folgte mit den Seinen neugierig dem leiſ' ſchleichenden Fackelzuge.

Verzeihung, Mutter! flehte zu der Fürſtin Füßen die ſchluchzende Tochter, als dieſe, nachdem ſie eine Weile un⸗ bemerkt die Liebenden belauſcht hatte, gleich einer zürnenden Göttin zwiſchen ſie trat. Archimbald knieete zu ihrer Lin⸗ ken, und küßte bittend ihr Gewand. Lange fand Elevnore keine Worte.

Ungläckliche! ſprach ſie endlich mit ſanftem Vorwurf. Was beginnt Ihr? Du, Ludmille, täuſchteſt mein Vertrauen, treibſt Dein Spiel damit, indem Du mir einen Theil Deiner Handlungen geſtehſt, um mit dieſem Bekenntniß die andere Hälfte derſelben zu verſchleiern? Ihr, Archimbald, mißbraucht meine Gnade, und belohnt ſie mit dem ſchwärzeſten Undank, indem Ihr mein Kind, mein liebſtes Kind zu verführen trach⸗ tet, an heiliger Stätte ſogar? Sollen etwa, da Euer Mund ſtumm iſt, Euere Thaten reden, und Euere Schande laut bekennen? Unſelige, Ihr habt mein Herz durchbohrt.. wie könnt Ihr Euch entſchuldigen?

Wir haben nichts Böſes gethan, rief Ludmille,ich ſchwöre es vor Gott in ſeinem Hauſe. Mutter, Du kennſt meine Liebe Du kennſt aber auch den ſtandhaften Kampf, den ich ihr entgegenſetzte. Meinen Muth habe ich dem Freunde mit⸗ getheilt,. wir ſcheiden... auf ewig... und in dem erſten Kuſſe unſers Bundes, in dem letzten Abſchiedsknſſe

dann aber freut Euch auf den Tanz im

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