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mir anders betten würde.. allein, wenn Du meinſt, Chri⸗ ſtoph, daß die Gruft dem Pfarrherrn zu Liebe gereinigt werden ſoll, ſo mag es für dies Mal ſein Bewenden damit haben. Löſch aus, Elias, das Wachholderholz iſt ſelten und koſtbar. Es iſt mir lieb, daß wir noch nicht mit dem Maſtix den Anfang gemacht haben. Hör' auf zu putzen⸗ Chriſtoph. Die Wappenſchilder glänzen ja helle genug, und Du renkſt Dir die Arme aus einander. Nun, Kinder, laßt uns gehen, und den Herrn bitten, daß er unſern Fleiß ſegne. Die Gatterthüre wollen wir offen laſſen. Die Luft reinigt ſich dann von ſelbſt.“
„Wenn aber die Fürſtin merken ſollte,“ ſprach Elias be⸗ denklich,„daß wir mit unſrer Arbeit ſo früh fertig geworden ſind?
„Das wird ſie wohl bleiben laſſen,“ lächelte Nepomuk. „Wir können uns noch ein halbes Stündlein in dem Depu⸗ tat⸗Keller erluſtiren, wenn es Euch gefällig wäre.“
„Habt Ihr was Gutes?“ fragten Chriſtoph und Elias.
„Ein Fläſchlein Ungar wird ſich allenfalls vorfinden,“ erwiederte Nepomuk,„ſo gut ihn die gnädige Frau auf der Tafel hat. In dieſem Goldweine wollen wir des durch⸗ lauchtigen Hauſes Wohl trinken, und dabei die Geſundheit der wackern Diener nicht vergeſſen, die ſich's im Herren⸗ dienſte ſauer werden laſſen um ihr Bischen täglich Brod. Und da heute die Betſtunde abermals verſchoben wird, wegen des Beſuchs, den der Pfarrherr von ſeinen liebſten Anverwandten empfangen hat, ſo laßt uns, ehe wir gehen, ein kräftiges Vaterunſer ſprechen, denn eine jede Arbeit muß mit Gebet begonnen und geſchloſſen werden, ſonſt ge⸗ deiht ſie in Ewigkeit nicht.“


