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Willen. Während der Gram der erſten Liebe mich verzehrt, möge befriedigter Stolz Euch Glück und Segen bringen. Der Eurige auf ewig.“ Dieſe Zeilen Ludmillen zu übergeben während der heu⸗ tigen Zuſammenkunft, war feſt in Archimbalds Seele be⸗ ſchloſſen. Durch dieſe Schrift, die ein unverzeihlicherer Stolz als Ludmillens in's Daſeyn rief, dachte er ſeine Liebe abzuſchwören, ſie auf den Gegenſtand überzutragen, der ietzt ausſchließlich ſeine Einbildungskraft beſchäftigte, auf die holde Leila. Der Unglückliche! Er ahnte nicht, daß ein boshafter Dämon ſchon bereit ſtand, die Flamme zu ſchüren, die den Pallaſt ſeiner eitlen Träume verzehren, und zum Scheiterhaufen ſeiner Wünſche machen ſollte. Die Zeit hat das Verdienſt der Unparteilichkeit. Mit gleich ſchnellen Schwingen eilt ſie an Glücklichen und Un⸗ glücklichen vorüber; für Archimbalds Ungeduld ſchlich ſie heute wie eine Schnecke, denn er ſehnte ſich nach dem Au⸗ genblicke, Ludmillens Kälte mit gleicher vergelten zu können, und ihr im Scheiden fühlen zu laſſen, welch ein Herz ſie von ſich geſtoßen.— Er durcheilte in dieſer Erwartung alle Räume ſeines Gebiets, warf ſogar einen flüchtigen Blick in das ſchauerliche Gemach, in dem Eberhard gefallen war, und dankte Gott dabei im Stillen, ſeinen Lehrer, ſeinen Freund von der blutigen That freiſprechen zu können. Er kramte in der Bibliothek, reinigte die Bücher, die Papiere vom freſſenden Staub, begann ſie in Ordnung aufzuſtellen; allein die Arbeit eckelte ihn bald an, eine prickelnde Lange⸗ weile quälte ihn, und ſogar der Wahnſinnige fand es nicht für gut, den Beſuch von geſtern zu wiederholen, um der nfirnge Stundenreihe eine Abwechelung zu verleihen. . 1. 21


