die Natur natürlich, die Leidenſchaften grell— hin und wieder glühend gemalt; wenn ich es gewagt habe, die Sünde in ihrer fürchterlichſten Blöße, Teufels⸗ augenblicke im Menſchenleben von dem
„falben Wiederſchein der Hölle“
beleuchtet, darzuſtellen. Das Bedürfniß, mit Wahrheit zu malen und eine flammende Einbildungskraft mögen mich entſchuldigen, wenn man auch den Nutzen der nackten Darſtellung des Böſen nicht einſehen wollte.
Indeſſen halten, wie ich denke, die ſanften, rühren⸗ den und heitern Bilder in dem Werke den düſtern das entſchiedene Gleichgewicht; und nothwendig wurde dieſe Zuſammenſtellung von Schatten und Licht, um ein durch Geburt, Erziehung und Rohheit in Staub ge⸗ tretenes, nur durch ſeltſame Zufälligkeit wieder ge⸗ wonnenes Leben, wie auch das Verderben zu ſchildern, das die leichtſinnige Sittenloſigkeit eines Familienhaupts über ſein Geſchlecht zu verhängen vermag. Dieſe Zwecke zu erreichen war des Verfaſſers Abſicht, die er nicht mißverſtanden zu ſehen wünſcht.
H. am 10. December 1825.
C. S.


