Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
Entstehung
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Helm des Löwens, welchen ſie bisher immer noch ge⸗ tragen hatten. Auch erzählt ihr Geſchichtſchreiber aus⸗ drücklich, daß ſie von dieſer Zeit an das Bild des Löwens, welches alle Ritter im Siegelringe und Wap⸗ pen führten, aus dieſem vertilgt und ſich neue Wap⸗ pen gewählt hätten. Ein deutlicher Beweis, daß unter den getreuen und ächten Rittern des Löwens ſich da⸗ mals auch ein Ritter des nralten, durch ruhmvolle Thaten ſo berühmten, böhmiſchen Geſchlechts der jetzigen Grafen Czernin von Chudeniz befand. Das Te⸗ ſtament ihres Fidei⸗Kommis⸗Stifters, des Hermann Czernin Graf von Chudeniz, welches er am 5. Juni 1650 errichtete, bewährt dies klar und deut⸗ lich. Er gedenkt darin des Stifters des alten Gottes⸗ hauſes zu Chudeniz, und erzählt, daß er, mit einem neuen Wappen in der Hand, welches er aus unbe⸗ kannter urſache gegen ſein ehemaliges Wappen des Löwens verwechſelt habe, in dieſem Gotteshauſe abgemalt ſtehe*).

Als die Ritter aus dem Saale zurückkehrten, ſprach der König mit den trauernden Wittwen über ihr künf⸗ tiges Schickſal. Da Adelheid nicht länger in der Burg, welche nun ihres Sohnes Eigenthum war, weilen wollte, und mit den übrigen Weibern ins Iffenthal zu ziehen entſchloſſen war, ſo ordnete der König zur Verwaltung der Burg und Güter einen ritterlichen

Die Worte ves Teſtaments lanten alſo: Was aber un⸗ ſere Kirche zu Chudeniz belangen thuet, welches Gut in unſerm Geſchlechte ohne Veranderung ſechshundert Jahre kontinuirlich iſt, indem hier abgemalner und beſchriebener: Wie der erſte Fundator dieſes Hauſes Gottes mit einem neuen in der Hand haltenden Wappen, deſſen wir uns anjetzo gebrauchen, in Verlaſſun dazumalen, Gott

weiß aus was für Urſache, das appen des Lö⸗ wens ꝛe.