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euch aufrichtig geſtehen, daß ich es für nöthig erachte, den ohnehin zerrißnen Bund ganz zu löſen. Um dies mit euch zu überlegen, berief ich euch hieher. Sprecht ſelbſt: wie kann er ferner beſtehen oder ruhmvoll fort⸗ dauern? Noch gibts viele hundert Ritter des ſchwar⸗ zen Bundes, welche ſeine Ehrenzeichen tragen, ſeine Geheimniſſe kennen, ſie werden fortfahren, die erſtern durch ſchwarze Thaten zu ſchänden. Wollt ihr in den Augen der Welt als ihre Mitſchuldige umherwandeln, durch eure Ehrenzeichen beweiſen, daß ihr der Verbre⸗ cher Brüder ſeyd?
Alle Ritter. Nein, das wollen wir nicht! Du haſt recht, wir müſſen dem geſchändeten Bunde entſagen!
Der König. Ich vollziehe euern Willen, ihr habt mich zu euerm Oberhaupte gewählt, ich bediene mich dieſer Würde, um euch des Eides und aller Pflichten zu entlaſſen, welche ihr dieſem und dem Bunde gelobt habt. Euer iſt jetzt die Pflicht, dieſen Entſchluß allen ächten und ruhenden Gliedern deſſelben in der Nähe und Ferne kund zu thun, damit ſie die falſche Stimme
8 des Löwens nicht mehr hören, ihren edlen Ruf nicht
durch ungerechte Thaten beflecken. Um euch aber, treue und dienende Glieder des nun gelösten Bundes, von den falſchen Verräthern auf immer zu unterſcheiden, meines ewigen Dankes, meiner ächten Liebe zu ver⸗ ſichern, ſo fordere ich von dir, Ritter Hofſtetten, ein genaues Verzeichniß aller dieſer Treuen nach ihren verſchiednen Graden, ich will dann Sorge tragen, daß, ehe wir ſcheiden, ein jeder von euch ein Zeichen er⸗ halte, an welchem ich euch und eure Nachkommen er⸗ kennen kann.
Die Ritter dankten mit gerührtem Herzen, gelobten ihm Fauſt und Dienſt, bis er auf der Deutſchen Throne ſitzen werde, und legten nun ab das Schwert und den


