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ſich ſchnell unter den Tauſenden, welche mit dieſem Bunde verbrüdert waren. Donnerähnlich erſcholl die Nachricht von Ohre zu Ohre, daß der Hauptmann nebſt den neun Auserwählten von dem Könige Frie⸗ drich ſey gefangen wordenz zur Vergrößerung des Schreckens ſetzte die allgemeine Sage noch hinzu, daß das Buch des Bundes in ſeinen Händen ſey, und er mit ſeinem mächtigen Heere nun ausziehen werde, um ſchreckliche Rache an jedem einzelnen Gliede deſſelben zu üben. Die Furcht vor der nahen Strafe ängſtigte daher alle gleich ſtark; die vornehmſten und meiſten Ritter eniflohen nach Italien, und als ſie ſich auch dort nicht ſicher dünkten, ſchifften ſie ins heilige Land⸗ wo ſie ſich unter die Enſiferi und andere Orden miſch⸗ ten, ihrem Bund aber ganz entſagten. Die mit ihnen verbündeten Klöſter riſſen den Stein, welchen das Eichenblatt zierte, aus der Mauer ihrer Pforte, ſtellten ein heiliges Bild darein, und hofften ſich dadurch vor Rache zu ſchützen. Nirgends ſah man bald mehr ein Zeichen dieſes gefährlichen Bundes, jeder mühte ſich, es zu vertilgen; alle nachfolgende Geſchichtſchreiber gedenken ſeiner nicht mehr.
Am andern Tage ſandte der König den Ritter Well⸗ berg nebſt den noch übrigen gefangnen Brüdern des ſchwarzen Bundes nach einer unbekannten Veſte, wo ſie bis an ihren Tod im engen Kerker ſchmachteten, und zur Strafe ihrer Verbrechen nie das Licht des Tages mehr ſahen. Da die Mainzer die Gefangnen geleiteten, ſo verſammelte der König alle ächte Ritter des Löwens im Bundesſaale; er beſtieg zwar den Thron des Löwens, aber er verließ ihn ſchnell, als die Ritter ihn zu ihrem Hauptmann wählen wollten. So ſehr, ſprach er, mich der Beweis eurer Liebe und Treue ehrt, ſo kann ich ihn doch nicht annehmen, und muß


