Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
Entstehung
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neue, ſolgt mir nun weiter! Der Zug begann nach der Höhle. Wie ſie dort anlangten, trat der König in die Mitte.

Der König. Hier endete euer Bubenſtück, hier ſoll auch unſere Rache enden! Unbarmherzig ſtürztet ihr die Todten und Verwundeten in dieſe Höhle, ſchreck⸗ lich mußten die letztern enden, ohne Hilfe, ohne La⸗ bung verzweifelnd ſterben. Euer Tod ſey dem ihrigen gleich, benützt die Zeit eurer wenigen Tagen zur Reue; ehe der Mond ſich wieder füllt(auf einige Leichen zeigend) werdet ihr dieſen ähnlich ſeyn. Gott erbarme ſich euer, wir dürfens nicht!

Wie das ſchreckliche Urtheil geſprochen war, entfernte ſich der König; die Ritter folgten; dunkle Finſterniß herrſchte in der Höhle, nur die Klagen der Verführten und die verzweiflungsvollen Flüche der Verführer tön⸗ ten fürchterlich aus der Tiefe; aber bald hörte man auch dieſe nicht mehr, denn auf des Königs Geheiß begannen die Knechte bei Fackelnſchein die Oeffnung der Höhle zu vermauern, ſie hatten ihre Herrn auf⸗ richtig geliebt, und arbeiteten mit Rachbegierde und Freude. Ehe noch die Sonne emporſtieg, meldeten die Ritter, welche er als Wächter zur Arbeit geordnet hatte, daß ſowohl die Oeffnung der Höhle, als auch die Thüre, welche nach dem kleinen Gemache führte, in welchem man nach der Höhle hinabſinken konnte, feſt vermauert ſey. Um die Burg vor jedem Ueberfalle zu ſichern und alle Rettung unmöglich zu machen, entbot der König tauſend Reiſige nach der Veſte; dieſe mußten im Vorhofe lagern und an der vermauerten Höhle Wache halten. So nothwendig dieſe Fürſorge gegen einen ſo mächtigen Bund ſchien, ſo war ſie doch im Grunde ganz unnöthig. Angſt und Schrecken, die treuen Gefährten eines böſen Gewiſſens, verbreitete