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zu mengen, damit ſie ſtets darin herrſchen und euch nach Willkühr lenken und vernichten könnten. Mehr als ſechshundert ſchwarze Brüder traten auf dieſe Art in euern Bund, ſuchten durch Eifer und Gehorſam euer Vertrauen zu gewinnen, und würden euch noch länger gedient haben, wenn des alten Eſchenbachs Geſtändniß nicht alle Verſtellung vernichtet hätte. Mit größtem Unwillen vernahmen unſte Obern, daß der künftige Kaiſer der Deutſchen ein Mitglied desjenigen Bundes, den ſie zerſtören wollten, geworden ſey; ſie konnten von ihm nun nichts als gerechte und löbliche Thaten erwarten; als wir daher eure Mitbrüder in der Burg ermordet hatten, ſo beſchloß unſer Haupt⸗ mann, euern Gegner Otto zu unterſtützen. Schon waren wir auf dem Wege nach Heſſen, um unter der Fahne des Landgrafen gegen euch zu kämpfen, und unſere Brüder, die euch dienten, an uns zu locken; als wir hörten, daß der Friede geſchloſſen ſey und ihr auf dem Wege nach Ueberlingen wär't, um den Kaiſer Otto zu bekriegen. Wir zogen voraus und verſtärkten Ottos Heer. Die neue Liſt, welche unſer Hauptmann hier an euch übte, iſt euch bekannt; aber ſie gelang nur halb, und kann vielleicht die Quelle des Verderbens für unſern Bund werden. Der allzu Kluge hoffte durch Botſchaft und erdichtetes Sendſchreiben alle Brüder des Löwens nach Ottos Lager zu locken; der Tod aller ächten war unter uns ſchon beſchloſſen; aber der Aechten gehorchten nur gegen fünfzig, und und ſie wurden, wie der Verwundete euch wahrhaft erzählte, auf ſein Geheiß ermordet. In jedem
Falle, der Sieg neige ſich nun wohin er wolle,
hoffte überdies der Hauptmann aus ſeiner Liſt Vor⸗
theil zu ziehen; da wir als Löwenritter gegen den
König kämpften, ſo war die Vermuthung gans natür⸗ Löwenrirter 4. 11


