Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
Entstehung
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lich, daß er Rache an dem ungetreuen Bunde üben, ihm entſagen, und ſelbſt alles zu ſeiner Vernichtung beitragen würde. Dann(zum Könige) wollte der Haupt⸗ mann vor euch erſcheinen, euch die Macht ſeines Bun⸗ des anbieten und in ſeine Abſichten zu verweben ſuchen. Leider mißlang aber alles; wir wurden eure Gefangne, und müſſen nun bekennen, was wir übten. Groß iſt unſer Verbrechen, aber denkt, daß wir unter dem ſtrengen Gebote der Obern ſtehen, welche zu verant⸗ worten verſprachen, was wir ausführen mußten. Von jeher gewohnt, blind zu gehorchen

Der König. Schweig, ich will deine Verthei⸗ digung nicht hören. Wo ſind deine Obern? Wo iſt dein Hauptmann?

Ritter Wellberg. Heute Nacht rathſchlagen ſie in der Höhle des Bundes über unſere Rettung. Dieſe Nachricht flüſterte mir ein verſtellter Reiſige ins Ohr, als ich hierher geführt wurde; aber ſie kommt in je⸗ dem Fälle zu ſpät, und ich will lieber durch offnes Bekenntniß viele meiner unſchuldigen Mitbrüder retten, die nur allein blinde Werkzeuge des Gehorſams waren. Der König. Wo liegt die Höhle des Bundes? Ritter Wellberg. Ihr fragt auf einmal viel.

(auf ſeine Mitgefangnen deutend) Keiner von dieſen darfs

wiſſen. Ich breche den Eid hundertfältig, wenn ichs in ihrer Gegenwart bekenne.

Der König du den Reiſigen). Führt alle von daß⸗ nen. qu einigen Rittern) Folgt ihnen, bewacht ſie wohl, und verhinderts ſtreng, daß kein Sterblicher mit ihnen ſpreche!(die Gefangnen werden abgeführt

Der König qzu Wellberg. Wo liegt die Höhle?

Ritter Wellberg. Mitten im Forſte, welcher ſich links am Benediktinerkloſter hinabzieht. Ohne Führer findet ihr ſie nicht.