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Ritter Wellberg. Führt mich von hinnen! Ich will alles bekennen. Meineid wird zwar mein Herz drücken, aber Brüdermord guält es noch ſchrecklicher.
Als ſie im Saale anlangten, erfüllte Wellberg ſein Verſprechen. Er erzählte die ganze Geſchichte, welcht ſich mit dem Hauptmanne des ſchwarzen Bundes und dem Ritter Eſchenbach zugetragen hatte, wie ſie auf den Aufruf des Hauptmannes, dem kein Ritter des Bundes widerſtehen dürfe, ihn vor aller Rache ge⸗ ſchützt, und als die tapfern Ritter des Löwens die Be⸗ dingungen nicht eingehen wollten, ſie dieſelbe auf ſein Ge⸗ heiß im ungleichen Kampfe ermordet hätten. Wir alle, ſprach er, waren ſchon lange Ritter des ſchwarzen Bundes, ehe wir auf das Gebot unſrer Obern zu⸗ gleich Ritter des Löwens wurden. Wir verſprachen treu zu bleiben unſerm erſten Bunde, alle eure Unter⸗ nehmungen und Rathſchläge den Obern deſſelben zu berichten, und einſt nach Kräften mitzuwirken, wenn dieſe Vernichtung über euch ausſprechen würden. Schon längſt wurde euer Bund von uns heimlich beneidet, als aber eure Gerechtigkeitsliebe ſich derjenigen an⸗ nahm, welche unſere Rache verfolgte, als ihr den Abt des Marienkloſters richtetet und ſein Kloſter befehdetet, da ward Verderben über euch beſchloſſen, doch mußten wir euch erſt trennen und ſchwächen, ehe wir wirken konnten. Der Heerzug nach dem heiligen Lande war die erſte Folge des Entſchluſſes; wir nützten elre Tapferkeit zu unſerm Vortheile; eure beſten Glieder ſanken unter dem Schwerte der Sarazenen, und hätte nicht Friede die Fehde gehemmt, ſo würde ein zweiter Heerzug, den euer Hauptmann zu leiſten verſprach, die noch ächten Ritter des Löwens bald ganz getilgt und der Bund ſich ſchneller gelöst haben. Da aber dieſer unterblieb, ſo wars unſrer Obern einzige Sorge,% immet mehrere Ritter ihres Bundes unter die euern


