Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
Entstehung
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waisten Thron, Busmannshauſen und Hofftetten ſtan⸗ den ihm zur Seite. Traurig aber mit ernſtem und finſterm Blicke ſah er an den blutigen Wänden um⸗ her; hingeriſſen vom ſchmerzhaften Rachegefühl ſank er endlich auf ſeine Knie, alle Ritter folgten ſeinem Beiſpiele; feierliche Stille herrſchte im Saale.

Der König. Rache heiſcht der beleidigte Löwe! Nache fordern die troſtlofen Wittwen und Kinder! Rache ruft der ermordeten Freunde und Brüder Blut! Rache müſſen wir leiſten und üben, wenn ſchimpfliche Schande und Schmach nicht unſern Ruhm auf immer beflecken ſoll

Alle Ritter. Amen! Amen! Amen! Amen! Die gefangnen Ritter wurden nun vorgeführt; der König zeigte ihnen der Ermordeten Blut; ſie ſtaunten, aber ſie bekannten nicht. Die Reiſigen und Knechte traten auf und ſagten dem Ritter Wellberg ins An⸗ geſicht, daß er die Roſſe zum Auszuge geordnet, ſie abſichtlich aus dem Vorhofe entfernt habe. Wellberg läugnete beides nicht, aber er behauptete kühn, daß der Bundeshauptmann nebſt allen ſeinen Freunden mit ausgezogen wäre, und ſich erſt in der unglücklichen Schlacht von ihnen entfernt hätte. Der König winkte, und die Gefangnen wurden nach der Höhle geführt, in welcher die Ermordeten noch moverten. Fackein leuchteten hell umher; die Gefangnen blickten ſchandernd auf die Todten; die Ritter ſtanden mit gezognem Schwerte an ihrer Seite.

Der König(nach einer langen Panſe, mit der Hand auf die Leichname zeigend). Wer waren dieſe2

Ritter Wellberg(mit gerührter Stimme) Einſt unſre Freunde und Brüder!

Der König. Wer mordete ſie?

Ritter Wellberg ctangſam). Wir!

Alle Gefangne emit bebenden Lippen Wir! Wir! Wir!