Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
Entstehung
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bei andern gar nicht mehr entſcheiden. Um unſers ſchrecklichen Unglücks gewiß zu werden, eilten wir nach der Höhle, Fackelſchein erleuchtete ſie hell, ich irrte troſtlos unter den Todten umher, ich ſuchte meinen Gatten, und fand ihn, nur ſeine Kleidung, nicht ſein holdes Angeſicht machte mir ihn kennbar; Würmer nagten ſchon an ſeinem treuen Herzen, und doch ſank ich auf den entſtellten Leichnam, und hoffte ihn durch

mein Zetergeſchrei, durch verzweifelndes Aechzen wie

der zu erwecken. Wir ſanken bald alle ohnmächtig nieder, und erwachten erſt im Freien in der treuen Diener Armen, welche uns aus der Höhle getragen und gelabt hatten. Wir waren nicht fähig, zu denken, zu handeln, zu reden. Erſt am folgenden Morgen gelang es dem biedern Eremiten, uns aus dem Todes⸗ ſchlummer zu wecken, uns zu beweiſen, daß wir unſter künftigen Kinder wegen das gränzenloſe Leid mindern und ins Leben zurückkehren müßten. Wer ſo innig, ſo zärtlich wie wir geliebt hat, wer ſo treu, ſo eifrig wieder geliebt wurde, wirds empfinden, wie ſchwer, wie unmöglich uns dieſer Vorſatz ward; erſt in ſechs Tagen konnten wir das Lager verlaſſen. Der gute Alte hatte indeß die erdichteten Tröſter, unſere erhalt⸗ nen Briefe genauer unterſucht, er hatte alle Reiſigen, und Knechte über den Auszug der Ritter befragt, er

war überzeugt worden, daß in der letztern Verſammlung

eine ſchreckliche Verſchwörung unter den Brüdern gegen ihre Vorgeſetzte ausgebrochen ſey, und mit ſchänblichem Meuchelmorde geendigt habe. Er fand bei genauer Untel⸗ ſuchung an der Wand des Saals Blutflecke, und gewahrte eben ſo deutlich, daß der Boden deſſelben ſorgfältig von dieſen ſey gereinigt worden. Da nun an eben dieſem Schreckenstage der Hauptmann der ſchwarzen Bricit auf der Burg gegenwärtig, nicht unter den Todten zu finden war, und Friedrichs erdichtete Briefe aus⸗

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