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Klara. Grauſame, ſchreckliche Mörder! Kommt
ihr, uns auch zu tödten? Ruhig würde ich den Tod aus eurer Hand erwarten, freudig ſterben, wenn dies jammervolle Herz nicht ein neues lebendes Weſen un⸗ ter ſich fühlte. Erbarmt euch des noch nicht Gebornen, er konnte euch nicht beleidigen.(auf Adetheiden zeigend Erbarmt euch des ſchon Lebenden, ſeht, wie die trauernde Wittwe es vor eurer Wuth zu ſchützen ſucht.
Busmannshauſen. Gerechter Gott! So iſts doch wahr? So fielen eure treuloſen Männer doch in der unglücklichen Schlacht?
Der König. So raubte mir ihre verrätheriſche ſogar das Vergnügen, an ihrem Grabe zu wei⸗ nen?
Agnes. O verflucht ſey eure heuchleriſche Ver⸗ ſtellung! Verflucht euer hämiſches Mitleid, mit welchem ihr die Opfer eurer Wuth zu entehren ſucht. Wären ſie gefallen in der Schlacht, hätten ſie mit ihrem Blute Gottes oder des Vaterlands Ruhm erkämpft, ich würde weinen, aber nicht verzweifeln. O es iſt ſchrecklich! Ach es iſt tödtend, wenn ich mir ihr Ende denke! Zu finken unter Freundes Hand, zu fallen in der friedli⸗ chen Burg, ermordet zu werden durch Brüder, welche ſie vielleicht freundlich umarmten und ihnen den Dolch ins Herz drückten. Gerechter Gott, wenn du dieſe That nicht ahndeſt, nicht die Mörder von deiner Erde vertilgſt, dann——— O ich will ihn nicht faſſen den ſchrecklichen Gedanken, er könnte mir beim nahen Ende meine Seligkeit rauben.
Der König. Ermordet? Ermordet?
Busmannshauſen. In der friedlichen Burg?
Hofſtetten. Von Freunden und Brüdern?
Alle Ritter. Unmöglich! Unmöglich!
Der König. Ihr ſeht und hört unſer aller Er⸗ ſtaunen.


