Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
Entstehung
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Der Verwundete. Mein Auge gewahrte keinen von dieſen, nur Ritter Wellberg war unſer Anführer: als wir vor des Kaiſers Zelte vorüberzogen, erblickte ich neben dieſem den Hauptmann des ſchwarzen Bun⸗ des, er war mit allen Ehrenzeichen unſers Bundes geziert. Ich forſchte vergebens nach dieſer ſeltnen Veränderung; viele der Unſern widerſprachen, und ſraften mein Auge Lügen, nur wenige äußerten gleich mir ähnliche Verwunderung, und dieſe wurden mit mir verrätheriſch ermordet.

Busmannshauſen. Ha, nun wirds klar, nun fällt die Decke von meinem geblendeten Auge! Hier muß ſchreckliche Verrätherei im Hinterhalte lauern; eilt, daß wir ſie entdecken.

Sie gingen eilend neben den Trägern her, welche den Verwundeten trugen, aber die Bewegung machte ſein Blut aufs neue fließend, und der Tod nahte; er legte ſeine Hand aufs Herz, bekräftigte nochmals mit ſchwacher Stimme ſeine Ausſage, und verſchied in des Königs Armen, der ſeinen Tod ſehr betrauerte. Als ſie im Lager anlangten, ließ der König den Todten ſogleich nach dem Zelte des gefangnen Wellbergs tra⸗ gen; die Ritter des Löwens reihten ſich um ihn her⸗

Der König e(mit fürchterlicher Stimme, auf den Todten zeigend)d. Kennſt du dieſen?

Ritter Wellberg. Ich kenne ihn, er war einer derjenigen, welche der rufenden Stimme des Bundes folgten und wider dich kämpften.

Der König. Wie ſtarb er?

Ritter Wellberg. Wahrſcheinlich durch die Hand deiner Krieger.

Busmannshauſen trat nun ih des Todten Nanen als Fläger wider Wellberg auf, und erzählte alles, was dieſer in ſeiner und des Königs Gegenwart aus geſagt hatte. Der König forderte von Wellberg ſiteng Rechtfertigung.