Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
Entstehung
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wichen; wie ich wieder erwachte und zu denken fähig war, lag ich am Ufer des Bachs, unfern von mir ſtand dieſer Strauch, ich wandte alle meine Kräfte an, um ſeinen Schatten zu erreichen, denn die Sonne hatte meinen Harniſch mächtig erwärmt, und meine Wunde ſchmerzte mich ſehr. Ich hörte von Weitem das Getümmel der Schlacht, der Boden bebte oft unter mir, ich ſank abwechſelnd in neue Ohnmachten, und fühle ietzt deutlich, daß ſich bald mein Tod nahen wird.

Der König. Gerechter Gott! Deine eigne Brü⸗ der ermordeten dich alſo?

Der Verwundete. Meine eignen Brüder! Ha, dies Gefühl iſt ſchmerzlicher als der Tod! Wäre ich mir eines Verbrechens bewußt, hätte ich durch Frevel⸗ that oder Ungehorſam meine Pflicht verletzt, ich würde nicht murren, nicht klagen Aber jetzt muß ich Gottes Rache über die Meuchelmörder erflehen.

Busmannshauſen. Wer befahl, wer übte dieſen ſchrecklichen Brudermord?

Der Verwundete. Ritter Wellberg war unſer Anführer. cer hebt ſeine blutende Hand in die Höhe) Seht, dieſe Wunde ſchlug mir ſein Schwert, als ich den Bügel meines Sattels faßte, und mich vom treuen Roſſe aus den Fluthen ſchleppen laſſen wollte.

Der König. Iſt Ritter Wellberg nicht unſer

Gefangner?

Hofſtetten. Er iſts! Er iſts!

Der König Gu einigen Reiſigen). Tragt den Ver⸗ wundeten ins Lager, pflegt ſeiner ſorgfältig, wir ſol⸗ gen, und wollen doch hören: wie Wellberg die ſchrock⸗ liche That verantworten kann?

Busmannshauſen. Nur eine Frage an ihn ſey mir noch erlaubt: War nicht unſer Bundeshaupt⸗ mann euer Anführer? Zogen nicht Friedrich und Hein⸗ rich von Frohburg, ſein Sohn Ludwig und Rilter Eſchenbach an ſeiner Seite?