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einem Strauche ruhte; ſein noch mit Federn gezierter Helm war allen ein deutlicher Beweis, daß er einer derjenigen ſey, welche Friedrichen verlaſſen oder gegen ihn angezogen waren. Ich verzeihe dir willig, ſprach der König, deine Untreue gegen deinen Bruder, ich will deine Wunde als dieſer pflegen, und dich dann ſammt allen deinen Brüdern frei und ungehindert nach der Burg des Löwens ſenden. Wollt ihr dann aufs neue gegen mich ſtreiten, ſo öüberlaſſe ich die Racht Gott, ich werde ſie nie an meinen Brüdern üben.
Hofſtetten. Du warſt einer derjenigen, welche unter unſrer Fahne dienten. Wie empfing man dich, als du den Befehl des Bundes erfüllteſt und in der beſtimmten Stunde bei Ottos Heer anlangteſt?
Der Verwundete. Ach! Mit Jauchzen und Frohlocken! Die Harrenden umarmten mich brüderlich, ich ward nebſt vielen andern ins Lager geführt, wo wir, bis der Tag graute, fröhlich zechten. Dann er⸗ ſchien der Befehl zum Auszuge; wir zogen entfernt vom Heere, das uns in weiter Entfernung folgte, weil es unſre Anführer über ſich genommen hatten, den Ueber⸗ gang über den Fluß zu decken: er ſchäumte wild vom Berge herab, weil der nächtliche Regen ihn angeſchwellt hatte, doch fanden wir ſeichte Fuhrten für die Fuß⸗ völker; wir durchzogen ſie oben und unten; als wir aber auf des Anführers Gebot eine Tiefe unterſuchen wollten und mit den Roſſen ſchwammen, fühlte ich mich rückwärts durch des Harniſches Oeffnung mit einem Speere durchbohrt; ich ſank vom Roſſe herab ins Waſſer; mehr als fünfzig meiner Brüder ſanken auf
die nämliche Art; ſie verſuchten es gleich mir vergebens, ſich an den Roſſen zu halten, wir wurden aber voh den Uebrigen unbarmherzig in die Fluthen getaucht, und lautes Hohngelächter der Mörder tönte uns nach⸗ Mich wälzten die Fluthen abwärts, meine Sinne


