Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
Entstehung
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und zerſtreuten ſich, um es zu ſangen und zu erlegen. Der König hatte ſchon zwei Wölfe getödtet und glück⸗ lich mit einem Bären gekämpft, als ein beſonders großer Hirſch durch die Spürhunde nahe bei ihm vorübergejagt wurde; er folgte ihrem Rufe, und trennte ſich von den übrigen Rittern, welche eben einen Bären zu erlegen ſuchten. Nur zwei Jäger bemerkten es, wie der König vorwärts jagte; ſie folgten, damit er im tiefen Forſte ſich nicht verirre. Die Rüden hatten den Hirſch erſt kurz vorher im La⸗ ger getroffen: er war noch nicht ermattet, und lockte daher ſeine Verfolger in weiten Strecken umher. Endlich ſank er doch entkräftet zu Boden, und der König brach dem Hirſche die ſchönen Geweihe ab, um ſie zum Beweis ſeines Sieges in dem Saale der Löwenburg aufzuhängen. Er forſchte nun bei den Jägern, welche ihm nur mit Mühe gefolgt waren, nach dem nächſten Rückwege, und hörte zu ſeinem

Erſtaunen, daß ſie mit friſchen Roſſen die Löwenburg erſt am andern Tage, mit ihren äußerſt ermatteten Roſſen kaum in zwei Tagen erreichen würden. Die Sonne ſtand überdies bereits den Spitzen der hohen Tannen gleich, und verkündigte, daß ſie in einigen Stunden untergehen würde. Wenn wir, ſprach einer der Jäger, uns rechts durchs Dickicht ſchlagen, ſo können wir, noch ehe es Abend wird, das Ende des Forſtes, und wenn wir wacker ſchreiten, eine Herberge erreichen, wo wir bis zum Anbruch des Tages ruhen, auch vielleicht neue Roſſe zur Rückreiſe erhalten kön⸗ nen. Der müde König billigte den Vorſchlag; da aber die ſchäumenden Roſſe ſie nicht mehr tragen konten, ſo leiteten ſie ſolche am Zügel hinter ſich her, und erreichten, als es dämmerte, die Herberge glückich. Zwei fremde Ritter und neben ihnen ein Mönch ſaßen am Tiſche und zechten; ſie waren in ſo