Der Anführer. Dies iſt ſein Auſtrag, und ich orwarte eure Antwort.
Der König. Sagt ihm, daß ſein kaltes, geheim⸗ nißvolles Betragen ſchon lange Verdacht gegen ſeine Freundſchaft in meinem Herzen weckte, daß die Pflicht der Selbſterhaltung mich zur nähern Unterſuchung ver⸗ leitete, daß ich endlich ſo glücklich war, vollgültige Beweiſe zu finden.
Der Anführer ckath. Ich will eure Botſchaft wörtlich hinterbringen. Ob Trotz in ſolchen Umſtän⸗ den die Sache nicht noch mehr verſchlimmert, über⸗ laſſe ich eurem eignen Nachdenken. Indeß habe ich noch andre Aufträge an euch: Unſer Hauptmann for⸗ dert das Schreiben zurück, welches ihr ſo widerrecht⸗ lich abnahmt, vielleicht gar entſiegelt habt.
Der König creicht ihm das offne Schreiben). Da nehmts, und erröthet mit ihm über euer Bubenſtück.
Der Anführer. Ihr habts wirklich eröffnet? Ich bedaure euch, euer Loos iſt nun entſchieden.
Der König(mit Hohn). Seht nür, wie ich zittre und bebe! cbitter lachend) Als ob dieſe That mein Schickſal verſchlimmern könnte. Ihr ſucht Urſache zur Fehde, ich habe ſie euch geliefert, handelt nach Wohl⸗ gefallen. Heil euch, wenn dieſe elende Ausflucht euer Gewiſſen einſchläfern kann, dann wird die Welt. noch manche ähnliche That von euch erfahren, und die Nachkommenſchaft eures verruchten Bundes mit Schau⸗ dern gedenken. Euch verzeihe ich jede Mitwirkung im Voraus, ihr ſeyd das blinde Werkzeng des alten Bö⸗ ſewichts, der euch durch ſüße Früchte zur Pflege des Laſters zu reizen ſucht; aber er, der als ein ſchwa⸗ cher Greis umherwankt, nur noch wenige Tage zu leben hat, nicht genießen kann, womit der Verführer lohnen will, und bald vor Gottes gerechtem Richter⸗ ſuhle Rechenſchaft ablegen muß, er ſollte billiger, ge


