Teil eines Werkes 
3. Band (1844)
Entstehung
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Friedrichen heimzogen; und da Eſchenbach die Fahne des Bundes gerettet hatte, und der Anführer derjeni⸗ gen war, welche die Gefangnen aus dem Thurme be⸗ freien wollten, ſo ward ſein Lohn noch mehr erhöht. Der Bundeshauptmann berief ihn am Ende unter die Zahl der Gefalbten, ſein Helm ward mit der Mähne des Löwens geziert, und er ſelbſt zum Anführer der Haufen ernannt.

Die vier folgenden Tage waren zwar noch immer der Freude geweiht, aber die Ritter des vierten Gra⸗ des verſammelten ſich oft und beſprachen ſich über die Aufnahme des jungen Königs. Der alte Farnsburg entdeckte ihnen ſeine Meinung; alle kamen darin über⸗ ein, daß man zu ſeiner Aufnahme ganz andere Pro⸗ ben ordnen müſſe, daß Muth und Entſchloſſenheit wohl den königlichen Thron ziere, aber perſönliche Tapferkeit eben nicht die größte Tugend eines Königs ſey, weil dieſe Land und Leute oft der Gefahr ausſetze, ihren geliebten Beherrſcher zu verlieren. Da ſeine Abſichten, ſprach Farnsburg, offen vor uns liegen, da er An⸗ ſpruch auf die deutſche Krone machen wird, und als Mitglied unſers Bundes auch unſern Beiſtand mit

Recht fordern kann, ſo müſſen wir vorzüglich forſchen:

ob er wirklich die Tugenden beſitzt, welche einen Re⸗ genten ſo liebenswerth, ſo verehrungswürdig machen? Ob er Muth genug hat, ſeine gerechten Anſprüche ge⸗ gen Uebermacht und Gewalt zu vertheidigen? Ob er ſein Wohl nur in der Glückſeligkeit ſeines Volkes ſucht, nicht nach Gunſt und Fürſprache, ſondern nach Billig⸗ keit und Recht richtet? Ob er Frieden liebt, nicht zum Vortheil ſeiner Größe, ſondern zur Vertheidigung ſei⸗ nes Volkes und Reichs die Waffen ergreift, aber auch lieber den Tod, als ſchimpflichen Frieden wählt? Dies muß der Endzweck unfrer Proben ſeyn, dies muß ent⸗ ſcheiden; ob unſer Bund ſich einſt des Tages ſeiner