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züglich wohl die Triebfeder, mit welcher er dies aben⸗ teuerliche Unternehmen begann und ausführte.
Als die lange Erzählung geendet hatte, erfüllte die allgemeine Freude wieder das Herz der Horchenden; auf aller Zungen ertönte das Lob des großmüthigen Sultans; mancher Becher ward auf ſein Wohl geleert, und ſeſt beſchloſſen, daß man, ſo lange er lebe und im heiligen Lande regiere, nie in dieſer Burg einen Heerzug wieder ihn beſchließen, nie gewaffnet gegen ihn ausziehen wolle. Die Nacht und der folgende Tag war wenig dem Schlafe, meiſtens nur der Freude ge⸗ widmet, ſelbſt die trauernde Kunigunde ließ ſich am andern Tage überreden, am Feſte Theil zu nehmen; oft glänzten zwar noch Thränen im Auge der verlaß⸗ nen Wittwe, aber ſie mühte ſich nach Kräften, ſolche zu unterdrücken, und lächelte den Wiedergekehrten freund⸗ lich entgegen, wenn ſie ihr die Hand reichten und ſie zur Vergeſſenheit ermahnten. Korradins Geſchenke waren unter dieſer Zeit ebenfalls angelangt; jeder Be⸗ ſitzer zeigte die ſeinigen den Freunden und Anverwand⸗ ten; alle erſtaunten über die Menge und Koſtbarkeit dieſer Geſchenke, wodurch mancher der Ritter in Stand geſetzt wurde, ſein Erbe auſehnlich zu vermehren, oder ſeinen künftigen Nachkommen ein neues zu gründen.
Erſt am dritten Tage entbot der alte Bundeshaupt⸗ mann die Ritter nach dem Verſammlungsſaale; dieſer konnte die Menge nicht faſſen, ſie mußten ſich nur abwechſelnd nahen und ſeinen Vortrag anhören; er machte ihnen kund, daß der König von Sicilien ein Mitglied ihres Bundes zu werden wünſche, und be⸗ ſtimmte den vierten kommenden Tag zu ſeiner Auf⸗ nahme. Er hatte ſchon Ludwigen und die Ritter, welche mit ihm zurückgekehrt waren, ihrer erprobten Tapferkeit wegen zu Rittern des vierten Grads ernannt, er übte nun gleiche Gerechtigkeit an denen, welche mit


